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EDITO

Jugendleiter: Animatorenpässe und Erste Hilfe-Diplome bei Gala-Abend überreicht

In Weywertz nahmen am 12. Mai 2018 die frisch ausgebildeten Animatoren von Jugend und Gesundheit, Jugendorganisation der Christlichen Krankenkasse, ihre Animatorenausweise und Diplome entgegen. Das wurde dann auch gleich bei einem Gala-Abend gefeiert.

Da sag mal jemand, das ehrenamtliche Engagement sei rückläufig: Alice Weber, hauptamtliche Animatorin von „Jukutu“, so die Abkürzung der Vereinigung, ist derzeit sehr zufrieden mit dem Zuspruch und der Anzahl Jugendlicher, die Verantwortung übernehmen möchten: „Wir haben 16 Leute im ersten Jahr der Ausbildung. Das ist ein starker Jahrgang“, sagt sie. Mindestens 16 Jahre muss man alt sein, wenn man sich bei Jukutu engagieren möchte, die meisten bleiben, bis sie 24, 25 Jahre alt sind und ihre erste Arbeitsstelle antreten. Anders als beispielsweise bei den Pfadfindern „wachsen“ die Animatoren nicht in ihre Tätigkeit hinein, da Jugend und Gesundheit punktuelle Animationen anbietet. „Oft sind es Jugendliche, die später mit Kindern arbeiten möchten und so erste Erfahrungen sammeln“, erzählt Alice Weber.

Von Ferienfreizeiten über Spielanimationen bis zur Rhetorika

Immer wieder komme es auch vor, dass jemand merke, dass ihm diese Tätigkeit dann doch nicht so liegt wie gedacht. „Aber das ist dann auch besser als es später zu merken“, so die hauptamtliche Leiterin. Jugend und Gesundheit bietet mehrere Ferienfreizeiten im In- und Ausland an, aber auch Spielanimationen ohne Übernachtung. Zum Angebot gehören auch Freizeitangebote für Kinder mit einer Behinderung. Die Leiter werden zudem oft angefragt, um bei Veranstaltungen die Kindenanimation zu übernehmen, so beispielsweise beim Eupen Musik Marathon oder anderen großen Events. Zu den Aktivitäten zählt auch die Organisation des Rednerwettstreits Rhetorika oder des Newcomerfestivals Jukutu- Rock, heute Back to the Slaughterhouse. Meist engagieren sich Leiter in einem oder zwei Projekten, wobei Veranstaltungen wie zum Beispiel die Rhetorika ein ganzjähriges Engagement erfordern. Insgesamt zählt die Jugendorganisation 113 Leiter und Leiterinnen, davon 30 die „sehr aktiv“ sind.
Nach der theoretischen Ausbildung über 60 Stunden in Burg-Reuland erfolgt ein Praktikum bei einer internen Veranstaltung, meist der Spielanimation. Wer mehr Verantwortung übernehmen möchte, kann ein zweites Ausbildungsjahr „dranhängen“, indem bestimmte Aspekte erneut theoretisch vertieft werden. Ein Erste Hilfe-Kurs ist verpflichtend vorgesehen. Nach zwei Jahren werden die Leiter intern „Helden“ genannt“, bei einem weiteren verlängerten Wochenende können diejenigen sich noch mal weiterbilden, die noch mehr Verantwortung als zum Beispiel Hauptleiter oder Ausbilder übernehmen möchten.

13 Mitglieder übernehmen Verantwortung im Vorstand

Apropos: Was bei anderen Vereinen oder Vereinigungen schwierig ist, ist bei Jugend und Gesundheit kein Problem. Insgesamt 13 junge Männer und Frauen übernehmen Verantwortung im Vorstand und gestalten das Leben der Vereinigung aktiv mit. Allerdings will Alice Weber gar nicht bestreiten, dass es zu manchen Zeiten durchaus Organisationstalent erfordert, genügend Animatoren zu finden, besonders in Prüfungszeiten. Den DG-Animatorenausweis (60 Stunden Ausbildung, min. 30 Stunden Praktikum) aus den Händen von Ingrid Inselberger in Vertretung von
Ministerin Isabelle Weykmans nahmen in Empfang: Carina Backes, Anaïs Breulet, Hannah Dürnholz, Matthias Jung, Peter Langer, Jana Meyer, Aurélie Nix, Tanja Radermacher und Eva-Maria Schunck.
Das Erste Hilfe Diplom (15 Stunden Ausbildung) nahmen aus den Händen von Annette Müllender (Rotes Kreuz) in Empfang: Jenny Blees, Denise Broschinski, Darya Dodement, Jamie-Lee Fuhrmann, Mandy Kiefer, Ina Komoth, Lukas Krott, Joshua Ligges, Joyce Michaeli, Stella Peters, Peter Schlösser, Anna Schröder, Benjamin Stenmans, Phillip Stenmans, Marc Thannen, Lea
Veiders.
Die Diplome des Dachverbandes Jeunesse et Santé überreichte Guido Lambertz, Verantwortlicher der Bewegungen der CKK medizinischsoziale Bereiche, an: Matthias Jung, Aurélie Nix, Carina Backes, Peter Langer und Thorsten Faymonville.

Text: Petra Förster
Foto: Jugend und Gesundheit

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

gleich zwei Mal in diesem Sommer waren steigende Gesundheitskosten ein Thema in der belgischen Presse, ganz zu schweigen von den zahlreichen Leserbriefen, die sich aus der Berichterstattung ergeben.

Einmal ging es um eine Partei, die eigentlich das soziale Sicherungssystem unseres Landes aufspalten möchte, sich aber bemüßigt fühlte, den Krankenkassen eine Lehre im guten Umgang mit öffentlichen Mitteln zu erteilen. Das andere Thema war die Anhebung des Gesundheitsindexes, der die Krankenhausversicherungen verteuert.

Nichts von dem, was wir lesen, ist frei erfunden. Das Gleiche gilt für Lesermeinungen. Allen Darstellungen ist aber anzumerken, dass sowohl Politiker als auch Journalisten und letztlich sogar das Publikum nur eine einzige Erklärung dafür haben, dass unser Sozialsystem aus dem Ruder gerät: die Krankenkassen.

Dabei arbeitet keine öffentliche Einrichtung so wirtschaftlich wie die Krankenkassen. Das ist keine Selbstbeweihräucherung, sondern erwiesene Tatsache. Private Versicherungsgesellschaften haben viel mehr Nebenkosten im Verhältnis zu ihren tatsächlichen Leistungen, als die Krankenkassen. Diese Kosten werden auf die Prämien abgewälzt. Und seit wann kommt eine Versicherung selbst dafür auf, wenn sie versehentlich Leistungen gewährt, die dem Versicherten eigentlich nicht zustehen?

Wenn die Prämien für die Krankenhausversicherungen steigen, hat das vor allem damit zu tun, dass die Versicherungen immer mehr beansprucht werden. Für viele ist das Einzelzimmer kein Luxus mehr, sondern wird als Standard betrachtet. Nur zu dumm, dass unser System es den Leistungserbringern in diesem Fall erlaubt, hohe außertarifliche Zuzahlungen zu fordern. Die Zuzahlungen für die Unterkunft wären spielend zu bewältigen, aber hier geht es um die Kosten für die Behandlung, die im Einzelzimmer keineswegs besser ist, sondern einfach nur teurer.

Eine Lösung auf freiwilliger Basis ist aber nur möglich, wenn auch die Ärzte bereit sind, das Problem zu erkennen. Andernfalls ist eine gesetzliche Abschaffung oder zumindest Deckelung der übertariflichen Arzthonorare der einzige Weg. Die Christliche Krankenkasse konnte sich mit ihrer langjährigen Forderung zumindest im Mehrbett- und im Zweibettzimmer durchsetzen. Das hilft aber alles nichts, wenn allein die Wahl eines Einzelzimmers jeden Vertrag mit den Krankenkassen außer Kraft setzt.

Ihre Präsidentin
Madeleine Grosch

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