ONLINE-MAGAZIN DER CHRISTLICHEN KRANKENKASSE VERVIERS-EUPEN
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EDITO

Die Christliche Krankenkasse (CKK) Verviers-Eupen stellt in den kommenden Monaten Papierlosen, also Menschen ohne Aufenthaltsstatus, ihre ehemalige Geschäftsstelle in der Rue Laoureux in Verviers als Notunterkunft zur Verfügung.

Im November des vergangen Jahres trat die Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht (VoG) „Belle diversité“ mit der Bitte an die Christliche Krankenkasse heran, die Räumlichkeiten ihrer ehemaligen, langjährigen Geschäftsstelle in der Rue Laoureux in Verviers einer Gruppe von Papierlosen als Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Nach Prüfung der Rechtmäßigkeit dieser Anfrage, in Absprache mit dem Antragsteller und der Stadt Verviers, hat der Hauseigentümer – eine von der Christlichen Krankenkasse geführte Vereinigung – im Rahmen einer Hauptversammlung dem Antrag am 8. Januar stattgegeben. Etwa 20 papierlose Menschen werden während der Wintermonate und bis zum Mai in dem Gebäude untergebracht werden.

Häufig erhalten Papierlose Unterkunft von Freunden oder Bekannten, doch dies meist nur für wenige Tage. Leerstehende Unterkünfte in Städten bieten den Betroffenen ein Dach über dem Kopf; gleichzeitig werden die Bürgerinnen und Bürger für die Belange der Betroffenen und die Notwendigkeit der Legalisierung der Papierlosen sensibilisiert. Aus diesen Gründen war die VoG Belle diversité an die Christliche Krankenkasse herangetreten, mit der Bitte, das seit dem Umzug in den neuen Hauptsitz an der Rue Lucien Defays 77 in Verviers leerstehende Gebäude in der Rue Laoureux im Zentrum der Stadt für einige Monate als Unterkunft anbieten zu können.

„Es handelt sich um eine außergewöhnliche Situation, da die Bereitstellung von Notunterkünften nicht zum Auftrag einer Krankenkasse gehört, sondern normalerweise öffentlichen und im besonderen kommunalen Einrichtungen obliegt“, so Anne Bemelmans, Direktorin der Christlichen Krankenkasse Verviers-Eupen. „Da diese Anfrage jedoch an die Werte der Christlichen Krankenkasse und insbesondere die Solidarität appelliert, haben wir diese Bitte nach einer Unterkunft für Menschen in prekärer Lage von Beginn an mit der notwendigen Ernsthaftigkeit behandelt und sind in Gespräche mit der Stadt Verviers und einer Vertreterin der Betroffenen eingetreten, um schnellstmöglich zu einem positiven Ergebnis zu kommen“, so Anne Bemelmans.

In Abstimmung mit der Stadt Verviers hat die Christliche Krankenkasse unterschiedliche Maßnahmen zur Begleitung und Unterstützung getroffen: Ein Vertrag zur zeitlich befristeten Aufnahme von Menschen in prekärer Lage wurde abgeschlossen, Garantien zur Wahrung der Unversehrtheit der Immobilie sowie Versicherungs- und Begleitmaßnahmen wurden getroffen. Die Bewohner des Viertels Laoureux sind im Vorfeld über die Unterbringung zu informieren.

Da die zur gewerblichen Nutzung gestalteten Räumlichkeiten in der Rue Laoureux nicht für die dauerhafte Unterbringung von Menschen ausgelegt sind, handelt es sich um eine bis zum Mai befristete Übergangsmaßnahme. Da das Gebäude zudem zum Verkauf steht, muss die Immobilie im Falle eines Erwerbs geräumt werden.

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Edito

Wieder gemeinsam leben

Liebe Leserinnen und Leser,

der Corona-Schleier lüftet sich schrittweise: Vorsicht ist weiterhin geboten – doch auch Optimismus darf nach drei Monaten der Einschränkungen und Entbehrungen erlaubt sein: Wir dürfen wieder gemeinsam Zeit verbringen, gemeinsam feiern, gemeinsam lernen, gemeinsam arbeiten. Kurz: wir dürfen wieder gemeinsam leben.

Schroff haben uns die Ausgangsbeschränkungen und das Kontaktverbot vor Augen geführt, wie wichtig Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung auf privater Ebene wie im öffentlichen Leben sind. Auch die Christliche Krankenkasse fühlt sich dieser Solidarität verpflichtet. Daher haben wir in den vergangenen drei Monaten alles daran gesetzt, unsere Dienstleistungen aufrechtzuerhalten: Interne Strukturen wurden angepasst, bewährte Kommunikationskanäle ausgebaut, neue digitale Wege beschritten. Dadurch konnten die Beratung und die Begleitung unserer Mitglieder auch im Krisenmodus gewährleistet werden. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, sowohl Ihnen, liebe Mitglieder, als auch der gesamten Belegschaft der CKK für die Flexibilität, die Besonnenheit und das Verständnis der vergangenen Monate zu danken. Alle gemeinsam haben wir Solidarität bewiesen.

Nun scheint sich die Normalität zu stabilisieren – doch muss Sicherheit oberstes Gebot bleiben. Auch deshalb haben die belgischen Krankenkassen im Verbund beschlossen, den Kundenkontakt in den Geschäftsstellen bislang ausschließlich auf Termin, in dringenden Fällen und unter Wahrung der Hygienevorschriften zu gewähren. Über eine generelle, (hoffentlich) baldige Öffnung unserer Filialen informieren wir Sie zeitnah unter ckk-mc.be.

Wenn Sie sich im Sommer auf ein hiesiges Freizeitangebot freuen, dann sind Sie bei unseren Bewegungen goldrichtig: Alle Ferienaktivitäten unserer Jugendbewegung Ocarina finden statt – die Übersicht finden Sie weiter hinten im Heft; die Eiche VoG hat ihr Angebot den Umständen entsprechend angepasst und auch Alteo hat in diesem Jahr noch so einiges vor. Wir hoffen, Sie sind dabei!

Im Namen der CKK wünsche ich Ihnen einen schönen, ruhigen und erholsamen Sommer.

Madeleine Grosch
Verwaltungsratspräsidentin

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