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GESUNDHEIT

Mit dem Rauchen aufzuhören bleibt immer ein lobenswerter Vorsatz. Einige Raucher glauben, dass eine langsame Entwöhnung ausreicht, um Gesundheitsrisiken einzuschränken. Wir möchten an dieser Stelle einiges ins rechte Licht rücken.

Das Rauchen von bis zu zehn Zigaretten am Tag ist gesundheitsschädlich und ein ernstzunehmender Risikofaktor für verschiedene schlimme Krankheiten. Rauchen fördert viele Krebserkrankungen und beeinträchtigt das Herz-Kreislaufsystem. Einige Raucher sind der Ansicht, dass eine schrittweise Entwöhnung vor diesen Problemen bewahren kann. Diese Einschätzung ist falsch. Eine aktuelle Studie belegt, dass Rauchen schon in geringem Maße das Risiko auf einige ernsthafte Erkrankungen erhöht und die Lebenserwartung verringert. In den Vereinigten Staaten wurden mehr als 290.000 Menschen (Rentner, im Alter von etwa 70 Jahren) durchschnittlich sieben Jahre lang beobachtet. Bei den Teilnehmern, die regelmäßig bis zu zehn Zigaretten am Tag rauchten, war die Sterblichkeitsrate im Vergleich zu Nichtrauchern doppelt so hoch. Während sich die Lungenkrebserkrankungen mit Todesfolge um das Zwölffache erhöhten, versechsfachten sich die Erkrankungen der Atemwege (Lungenentzündung, Grippe) mit Todesfolge.

Tabakkonsum verkürzt die Lebenserwartung
Das Wissenschaftliche Institut für Volksgesundheit (ISP) hat im Jahr 2017 herausgefunden, dass die Lebenserwartung eines 15-jährigen Menschen, der täglich raucht, bei Männern um neun Jahre und bei Frauen um annähernd sechs Jahre verkürzt wird. Dieser Studie liegen Angaben von 30.000 Menschen (Rauchern und Nichtrauchern) in nationalen Gesundheitserhebungen aus den Jahren 1997, 2001 und 2004 zugrunde.
Nichtrauchende Männer und Frauen haben im Vergleich zu täglichen Rauchern nicht nur eine höhere Lebenserwartung, sondern genießen in erster Linie ein gesundes Leben. Denn Tabakkonsum setzt dem allgemeinen Gesundheitszustand durch ein erhöhtes Krankheits- und Beeinträchtigungsrisiko arg zu. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das Rauchen zu Beeinträchtigungen führt, die einen direkten Einfluss auf die eigene Mobilität haben sowie auf die Fähigkeit, bestimmte Alltagssituationen zu meistern, wie das Ein- und Aussteigen aus dem Bett, Hinsetzen und Aufstehen, An- und Ausziehen, Hände und Gesicht waschen, Speisen zu sich nehmen, …

Gesunde nichtrauchende Männern (ohne Einschränkungen) leben in der Regel 8,5 Jahre länger ist als  tägliche Raucher. Gesunde nichtrauchende Frauen leben durchschnittlich 4,3 Jahre länger. Woran liegt das? Bei nichtrauchenden Männern liegt es an der geringeren Erkrankungsrate des Bewegungsapparates (Arthrose, Rückenschmerzen, Osteoporose, …). Bei Frauen liegt die Erklärung beim Rückgang der Atemwegserkrankungen (Bronchitis, Asthma, etc.). Diese Studie liefert also die wesentliche Erkenntnis, dass sich durch den Verzicht aufs Rauchen die Lebenserwartung deutlich erhöhen lässt. Und die so gewonnenen Lebensjahre sind in erster Linie gesunde Lebensjahre.

Das Rauchen einstellen
Viele Raucher schaffen es alleine! Deshalb sollten sich alle diejenigen, die es bereits versuchten und bald darauf wieder zum Glimmstängel gegriffen haben, nicht entmutigen lassen. Oft sind mehrere Versuche erforderlich, um aus der Rauchergewöhnung herauszukommen.  Da mit Unterstützung mehr Aussicht auf Erfolg besteht, kontaktieren Sie Ihren  Hausarzt und/oder einen Tabakologen. Hilfe bietet auch die Arbeitsgemeinschaft für Suchtvorbeugung und Lebensbewältigung (ASL) an. Hier gibt es eine Fülle an Informationen und Ratschlägen.

Quelle: mongeneraliste.be

Foto: Belpress

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

das Klima in unserer Gesellschaft wird rauer und kälter, der Einsatz der eigenen Ellbogen so gut wie unverzichtbar. Viele versuchen, herauszuholen, was zu holen ist. So gesehen ist es ganz schön düster um uns bestellt.

Während der weihnachtliche Lichterglanz an Häusern und in Vorgärten immer üppiger wird, wird es bei uns drinnen hinter den Fassaden zusehends düsterer. Proportional zum Anstieg unseres Stromverbrauchs scheint unsere Energie der Achtsamkeit und Freundlichkeit zu sinken. Doch es gibt eine Kraft, die den messbaren Stromverbrauch übersteigt und die in jedem von uns verborgen liegt. Es sind Ideen und Werke, die auch bei Lichte betrachtet Bestand haben, die sich nicht verstecken müssen. Es sind Wohltaten zugunsten anderer, sind Gesten und Zeichen, die anderen helfen und ihre Freude am Leben bestärken – ein freund-licher Gruß, ein Lächeln, ein Anruf, ein Brief, eine helfende Hand, ein gutes Wort – eine Begegnung, die den anderen freudiger weitergehen lässt. Sehr viel mehr ist es letztlich nicht.

Unsere Krankenkasse ist ursprünglich ein „Hilfsverein auf Gegenseitigkeit“. Das kann man sich sehr schwer in einer technisch hochkomplexen Welt mit abertausend Regeln und Bestimmungen vorstellen, bleibt aber im Grunde immer noch das Fundament unseres Handelns in einer Welt, die immer weniger mit dem Wort „Solidarität“ anfangen kann, in der die Kluft zwischen Reich und Arm immer größer wird.

Die Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte unserer Krankenkasse, wie Menschenwürde, gegenseitige Achtung, Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit, ja auch Freiheit und Gleichheit wird uns in dieser Zeit wohltun und wäre auch mein Wunsch für uns alle zum Jahresende und zum neuen Jahr.

Ihre Präsidentin
Madeleine Grosch

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