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SOZIALES

Bei Arbeitsunfähigkeit, Krankheit oder Autonomieverlust tauchen manchmal viele Fragen in Bezug auf das soziale, familiäre oder finanzielle Umfeld der Betroffenen auf. In diesen Situationen bietet der Sozialdienst der Christlichen Krankenkasse (CKK) seine Kompetenzen an, um die betroffenen Personen anzuhören, zu unterstützen, zu begleiten und mit den Familienangehörigen angemessene Lösungen vorzuschlagen.

Im Krankheitsfall
Eine Krankheit, die eine langfristige Gesundheitsversorgung erfordert, rüttelt am Alltagsmodus eines Menschen – manchmal bis zur Orientierungslosigkeit; Fragen über die Zukunftsgestaltung tauchen auf, Einkommenseinbußen und/oder erhöhte medizinische Ausgaben schlagen aufs Budget. Streng vertraulich und kompetent nimmt sich der CKK-Sozialdienst sämtlicher Fragen an, damit die Betroffenen etwas Abstand nehmen und individuelle Informationen über gesetzliche Ansprüche, Hilfsmittel und Dienstleistungen (Status chronisch Kranker, häusliche Hilfe und Pflege, usw.) einholen können. Chronisch Kranke beziehen ihre Informationen über gesetzliche Ansprüche und Leistungen auch über den Infopunkt für chronische Krankheiten auf der CKK-Website.

Wenn die Arbeitsunfähigkeit andauert
Eine Krankheit oder ein Unfall kann eine kürzere oder längere Arbeitsunterbrechung zur Folge haben. Aus beruflicher und/oder familiärer Sicht kann diese Situation problematisch werden, insbesondere dann, wenn die Arbeitsunfähigkeit verlängert wird. Die Mitarbeiterinnen des CKK-Sozialdienstes haben Erfahrung damit; sie stehen bereit, um für die Umsetzung eines neuen Lebensmodells passende Parameter zu finden. Insbesondere bei materiellen und/oder finanziellen Schwierigkeiten sollte unverzüglich ein Kontakt zum Sozialdienst der Krankenkasse hergestellt werden, damit dem Status (Arbeitnehmer, Arbeitslose oder Selbständige) entsprechende Hilfeleistungen vermittelt werden können. Der CKK-Sozialdienst steht auch Personen beim Wiedereinstieg in die berufliche Tätigkeit oder bei Antritt eines Ehrenamtes zur Seite. Über das CKK-Portal zur Arbeitsunfähigkeit gelangen Sie an eine Fülle praktischer Informationen.

Wenn es zu Einschränkungen kommt
Ein Unfall, eine Krankheit, eine Behinderung, aber auch das Älterwerden können die Selbstständigkeit beeinträchtigen. Auch wenn manchmal Anpassungen (von Lebensgewohnheiten, im Haus, usw.) notwendig sind, möchten viele Menschen die gewohnte häusliche Umgebung nicht verlassen. Um den gezielten Anforderungen, die dieser Autonomieverlust mit sich bringen kann, besser gerecht zu werden, bietet die CKK eine Autonomieberatung an. Die Autonomieberaterin der CKK orientiert die Betroffenen zu den entsprechenden Partnerdiensten und erarbeitet auf die Bedürfnisse zugeschnittene Lösungsansätze (Anpassungen der häuslichen Einrichtung, Pflege, Haushalts- und Familienhilfe, (para)medizinische Hilfsmittel, usw.).

Wenn Sie helfender Familienangehöriger sind
Zur Bewältigung tagtäglicher Aufgaben erhalten Menschen mit Autonomieeinschränkungen oft Beistand von einem geliebten Menschen: Essen zubereiten, waschen, Hausreinigung, Begleitung zu Arztterminen, Behördengänge, usw. Mit der Zeit kann es passieren, dass dem helfenden Familienangehörigen „die Luft ausgeht“. Um einer Erschöpfungssituation vorzubeugen, sollten diese Personen daher die ersten Ermüdungsanzeichen bewusst beachten. Der Sozialdienst steht ihnen auch in diesen Fällen mit Rat und Tat zur Seite und gibt ihnen maßgeschneiderte Informationen über Verschnaufpausen, thematischen Urlaub und Zeitkredit, damit sie von Zeit zu Zeit bzw. regelmäßig durchatmen können.

Wenn finanzielle Engpässe andauern
In diesen Ausnahmesituationen sind finanzielle Schwierigkeiten aufgrund hoher medizinischer Kosten nicht auszuschließen. Es ist daher empfehlenswert, sich an den Sozialdienst der Krankenkasse zu wenden, um den Anspruch auf bestimmte Rechte und Leistungen überprüfen zu lassen. Bleiben trotz des Zugangs zu diesen Hilfseinrichtungen weiterhin finanzielle Engpässe, hilft der Sozialdienst der CKK rechtzeitig bei der Suche nach einer geeigneten und zu vermeiden, dass es zu einer Überschuldung oder Aufschiebung der unentbehrlichen Gesundheitsversorgung kommt.

Sozialdienst
Die regionalen Anlaufstellen des CKK-Sozialdienstes stehen Ihnen zur Verfügung. Unter der Telefonnummer 087 32 43 33 oder unter diesem Link erfahren Sie die Sprechstunden in Ihrer Nähe.

Eine Information des CKK-Sozialdienstes

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Am Puls der Zeit: Die Wahlen 2019 stehen vor der Tür. Der 26. Mai wird richtungsweisend für die Gemeinschafts-, Regional-, Föderal- und Europapolitik der kommenden Jahren. Und damit auch für die Ausrichtung des Gesundheitswesens. Als Mitglied der CKK können Sie versichert sein, dass wir uns stetig dafür einsetzen, dass Sie eine optimale Begleitung und Betreuung erfahren.

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft plädieren wir daher für eine transparente Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den politisch Verantwortlichen. Eine Zusammenarbeit, die in den übrigen belgischen Gliedstaaten auf Grundlage von klaren Kooperationsabkommen gegeben ist, in Ostbelgien jedoch erarbeitet werden muss. Denn im Rahmen der 6. Staatsreform haben sich Politik und Ministerium der DG dazu entschieden, Parallelstrukturen aufzubauen, statt auf die jahrzehntelange Expertise der Krankenkassen zu setzen. Eine Entscheidung, die in unseren Augen lediglich zu unnötiger Komplexität und steigenden Kosten führt. Und dagegen wehren wir uns im Sinne unserer Mitglieder entschieden, wie Sie ab Seite 4 nachlesen können.

„Am Puls der Zeit“ zu bleiben bedeutet jenseits unseres politischen Engagements aber natürlich auch, unseren Mitgliedern einen aktuell bestmöglichen Service zu bieten. Auch davon zeugen die Inhalte des vorliegenden „Miteinander“: Die digitale Anwendung „Baby&Mama“ begleitet werdende Eltern ab Beginn der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensmonat des Kindes und ist fortan kostenlos auf den Plattformen von Google und Apple abrufbar.

Ihre „analoge“ Präsenz ergänzt die Christliche Krankenkasse Verviers-Eupen derweil um eine neue Express-Zweigstelle in der Rue Crapaurue im Zentrum von Verviers; Grenzgängern nach Luxemburg stehen unsere Kundenberater im Süden der DG zwecks Ansprüchen auf Invalidenrente zur Verfügung, wie wir in vorliegender Ausgabe gerne unterstreichen.

Und auch in der Präventivarbeit erweisen sich unsere Initiativen als erfolgreich: Die Seminarreihe „Du bist es mir wert“ für den nicht-kommerziellen Sektor erfreut sich großen Zuspruchs. Nutzen auch Sie dieses Angebot zur Förderung Ihrer Kompetenz in wertschätzender Kommunikation und registrieren Sie sich unter www.ckk-mc.be/seminar-anmeldung.

In diesem Sinne: Die CKK bleibt weiterhin für Sie am Puls der Zeit!

Ihre Präsidentin
Madeleine Grosch

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