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SOZIALES

Wir wollen uns nicht auf die aktuelle milde Wetterlage verlassen, denn die Winterzeit naht. In Kürze werden wir erneut unsere Wohnräume wieder beheizen müssen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Familien und Einzelpersonen einen Heizkostenzuschuss beanspruchen.

Durch den gemeinnützigen Heizölsozialfonds kann Haushalten bei der Regelung ihrer Heizkosten geholfen werden. Je Haushalt und je Kalenderjahr können maximal 1.500 Liter Brennstoff für die Gewährung der Heizölbeihilfe berücksichtigt werden. So können Haushalte, die 2018 noch keinen Heizkostenzuschuss beantragt haben oder das Maximum von 1.500 Litern nicht erreichten, bis zum 31. Dezember, innerhalb von 60 Kalendertagen nach Lieferung, einen Zuschuss beantragen. Ein neuer Antrag kann bereits im Januar 2019 gestellt werden. Die Zugangsbedingungen werden wahrscheinlich dieselben bleiben, wobei jedoch eine mögliche Indexierung des Betrags des Maximaleinkommens, das für den Erhalt der Vergütung zulässig ist, zu berücksichtigen sein wird.

Wer hat Anspruch auf den Zuschuss?

  • Einzelpersonen (mit oder ohne unterhaltsberechtigte Kinder), die Anspruch auf die erhöhte Kostenbeteiligung im Rahmen der Kranken- und Invalidenversicherung haben, und Haushalte, in dem alle Berechtigten Anspruch auf die erhöhte Kostenbeteiligung haben.
  • Personen, deren jährliches steuerbares Brutto-Haushaltseinkommen unter oder gleich 18.730,66 Euro ist, zuzüglich 3.467,55 Euro pro Person zu Lasten (1). Berücksichtigt wird das nicht indexierte Katastereinkommen (X3) des Immobilienvermögens mit Ausnahme der Haushaltswohnung.
  • Überschuldete Personen, die ihre Heizkosten nicht bezahlen können.

Für welchen Brennstoff?

  • Heizöl als Massengut oder an der Zapfsäule
  • Heizpetroleum (Typ C) an der Zapfsäule
  • Propangas als Massengut

Bei anderen Heizquellen (Strom, Erd- oder Stadtgas, Flaschengas, Holz, Kohle, Pellets usw.) besteht kein Anspruch auf diesen Zuschuss. Andererseits wird bestimmten Personengruppen in schwierigen finanziellen Situationen, die mit Erdgas oder Strom heizen, automatisch ein Sozialtarif gewährt (2).

Wie hoch ist die Beihilfe?
Bei Brennstoffen, die in größeren Mengen geliefert werden, wird der Zuschlag pro Liter berechnet. Er darf bis zu einer Höhe von 210 Euro pro Jahr betragen. Für kleine Mengen Heizöl oder Heizpetroleum (Typ C) aus der Zapfsäule wird eine pauschale Heizkostenzulage von 210 Euro auf Vorlage einer einzigen Quittung gewährt.

Was müssen Sie tun?
Der Zuschussantrag sollte innerhalb von 60 Kalendertagen nach Lieferung des Brennstoffs beim ÖSHZ Ihrer Gemeinde eingereicht werden. Folgende Unterlagen sollten Sie mitbringen: Personalausweis, Kopie der Rechnung/des Lieferscheins, Einkommensnachweis….
Falls Sie in einem Mehrparteienhaus wohnen, fragen Sie den Eigentümer oder Verwalter des Gebäudes nach einer Kopie der Rechnung. Bei Zusage wird der Betrag auf ein Bankkonto überwiesen oder bar ausgezahlt. In bestimmten Fällen wird direkt an den Kraftstofflieferanten gezahlt.

Bezahlen Sie in mehreren Teilbeträgen
Einige Lieferanten bieten Haushalten, die große Mengen an Heizöl erhalten, die Möglichkeit, in monatlichen Raten zu bezahlen. Der Kunde, der seine Rechnung staffeln möchte, muss einen Vertrag mit seinem Kraftstofflieferanten abschließen. Die Bedingungen und die Liste der betroffenen Lieferanten sind beim FÖD Wirtschaft (2) erhältlich.

(1) Als unterhaltsberechtigt gilt, wer über ein Jahresnettoeinkommen von weniger als 3.200 Euro verfügt (ohne Kinderzulagen und Unterhaltszahlungen für Kinder).
(2) FÖD Wirtschaft: 0800/12033 (kostenlos) oder unter https://economie.fgov.be/fr/themes/energie/prix-de-lenergie/tarif-social). Weitere Informationen beim Heizölsozialfonds unter 0800 90 92 9 (kostenlos), auf https://www.heizoelfonds.be/oder beim ÖSHZ Ihrer Gemeinde.

Foto: © Yasin Hoşgör on Unsplash

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Frage der Zugänglichkeit und Verfügbarkeit von Arzneimitteln hat in letzter Zeit viel Raum in der Medienlandschaft eingenommen. Ob es um die Behandlung schwerer, seltener, chronischer oder akuter Krankheiten geht: wir wissen, dass nichts bestimmte Arzneimittel ersetzen kann. Doch wir wissen auch, dass sie das Gemeinwesen finanziell stark belasten. Die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Arzneimitteln werden in den kommenden Jahren eine große Herausforderung darstellen, für die die Christliche Krankenkasse sich mehr denn je einsetzen wird.

Doch wir sind der Ansicht, dass die Gesundheit unserer Gesellschaft auch durch eine andere, nicht patentierte Behandlung geschützt werden kann. Sie ist für jedermann frei verwendbar und hat nur positive Nebenwirkungen: das Zusammenleben. Zahlreiche Studien zeigen, dass die soziale Isolation und mangelnde Integration einen Zustand hervorrufen, der im Allgemeinen mit einer schlechteren körperlichen oder geistigen Verfassung in Verbindung steht. Andere wissenschaftliche Arbeiten kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass eine Freiwilligentätigkeit zum seelischen und körperlichen Wohlbefinden der Person beiträgt, die sie ausübt.

Was wäre, wenn wir uns überlegen würden, allem was zum Zusammenleben beiträgt, mehr Aufmerksamkeit zu schenken als bisher? Öffentliche Investitionen in die Förderung entsprechender Projekte können das Vorhaben nicht alleine schultern – denn die Unterstützung des Zusammenlebens ist nicht nur eine Frage der Finanzierung, sondern auch eine Frage der Kultur, der Bildung und des Wohlwollens.

Verbände, Strukturen, Schulen und Universitäten müssen sich an der Entwicklung von Verhaltensweisen beteiligen, die das Zusammenleben fördern. Die Medien, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Politiker müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Aber auch ein jeder von uns trägt Verantwortung: Sie und ich! Können wir erwarten, dass jeder von uns seine Fähigkeit, Bindungen zu anderen Menschen einzugehen, an der Organisation unserer Welt teilzunehmen, sei es auf kleiner oder großer Ebene, wieder in den Mittelpunkt seiner Bemühungen stellt? In einer Zeit, da unser Land gemeinschaftliche Turbulenzen durchlebt, in der die Gesellschaft mobilisiert werden muss, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, besteht die dringende Notwendigkeit, den Weg wieder einzuschlagen, der zu Verhaltensweisen ermutigt, die Begegnung, eine gesunde, durchsetzungsstarke und fürsorgliche Beziehung fördern. Die Teilhabe ist Teil der Lösung! Wohlbefinden und Gesundheit sind das Ergebnis.

Madeleine Grosch
Verwaltungsratspräsidentin

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