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GESUNDHEIT

Im Rahmen einer Aufklärungskampagne sensibilisiert der Föderale Öffentliche Dienst (FÖD) Volksgesundheit für den verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika. Nach britischem Vorbild („Antibiotic Guardian“) werden die Menschen dazu aufgerufen, als „Antibiotika-Hüter“ das Medikament ausschließlich wenn vom Arzt verordnet und strikt nach ärztlichen Vorgaben einzunehmen.

Antibiotika töten Bakterien oder hemmen ihr Wachstum, sodass das Immunsystem die verbleibenden Keime bekämpfen kann. Einige Antibiotika wirken gegen mehrere Arten von Bakterien (= Breitbandantibiotika), andere gegen eine oder zwei Arten von Bakterien (= Antibiotikum mit eingeschränktem Wirkungsspektrum).

Wann sind sie erforderlich?

In der Regel verfügt der Körper über ausgezeichnete natürliche Abwehrmechanismen gegen Infektionen, die meisten heilen spontan. Jene Infektionen, die Antibiotika erfordern, haben dagegen oft schwerwiegende Symptome, die andauern oder sich wiederholen. Nur ein Arzt kann feststellen, ob ein Antibiotikum erforderlich ist, und wenn ja, welcher Art.

Eine angemessene Verwendung

Wenn das gleiche Antibiotikum regelmäßig gegen ein Bakterium verwendet wird, kann das Bakterium „resistent“ werden. Das bedeutet, dass die Keime nicht mehr auf das Antibiotikum reagieren. Wenn die Infektion von einem resistenten Bakterium ausgelöst wird, hilft das Antibiotikum nicht mehr. Die Keime können sich dann ungehindert vermehren und die Menschen schwer krank machen. Die richtige Verschreibung von Antibiotika ist der einzige Weg, um sicherzustellen, dass Bakterien empfindlich gegenüber Antibiotika bleiben.

Achten Sie daher auf die folgenden Punkte:

  • Nehmen Sie nur ein Antibiotikum, wenn ein Arzt eine Infektion diagnostiziert hat und er das Antibiotikum für erforderlich hält (manchmal erfordert dies zusätzliche Tests, z.B. über eine Blut- oder Urinprobe).
  • Verwenden Sie nur die Antibiotikasorte, die der Arzt für die Infektion verschrieben hat.
  • Halten Sie die vorgeschriebene Dosis ein.
  • Hören Sie nicht zu früh auf.
  • Bewahren Sie keine Antibiotika auf und nehmen Sie niemals ein Antibiotikum aus einer aufbewahrten geöffneten Schachtel.

Antibiotika können Leben retten. Es liegt in der Verantwortung aller, dafür zu sorgen, dass sie richtig eingesetzt werden und dass sie noch wirksam sind, wenn man sie wirklich braucht. Weitere Infos unter www.antibioticguardian.com/german.

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Am Puls der Zeit: Die Wahlen 2019 stehen vor der Tür. Der 26. Mai wird richtungsweisend für die Gemeinschafts-, Regional-, Föderal- und Europapolitik der kommenden Jahren. Und damit auch für die Ausrichtung des Gesundheitswesens. Als Mitglied der CKK können Sie versichert sein, dass wir uns stetig dafür einsetzen, dass Sie eine optimale Begleitung und Betreuung erfahren.

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft plädieren wir daher für eine transparente Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den politisch Verantwortlichen. Eine Zusammenarbeit, die in den übrigen belgischen Gliedstaaten auf Grundlage von klaren Kooperationsabkommen gegeben ist, in Ostbelgien jedoch erarbeitet werden muss. Denn im Rahmen der 6. Staatsreform haben sich Politik und Ministerium der DG dazu entschieden, Parallelstrukturen aufzubauen, statt auf die jahrzehntelange Expertise der Krankenkassen zu setzen. Eine Entscheidung, die in unseren Augen lediglich zu unnötiger Komplexität und steigenden Kosten führt. Und dagegen wehren wir uns im Sinne unserer Mitglieder entschieden, wie Sie ab Seite 4 nachlesen können.

„Am Puls der Zeit“ zu bleiben bedeutet jenseits unseres politischen Engagements aber natürlich auch, unseren Mitgliedern einen aktuell bestmöglichen Service zu bieten. Auch davon zeugen die Inhalte des vorliegenden „Miteinander“: Die digitale Anwendung „Baby&Mama“ begleitet werdende Eltern ab Beginn der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensmonat des Kindes und ist fortan kostenlos auf den Plattformen von Google und Apple abrufbar.

Ihre „analoge“ Präsenz ergänzt die Christliche Krankenkasse Verviers-Eupen derweil um eine neue Express-Zweigstelle in der Rue Crapaurue im Zentrum von Verviers; Grenzgängern nach Luxemburg stehen unsere Kundenberater im Süden der DG zwecks Ansprüchen auf Invalidenrente zur Verfügung, wie wir in vorliegender Ausgabe gerne unterstreichen.

Und auch in der Präventivarbeit erweisen sich unsere Initiativen als erfolgreich: Die Seminarreihe „Du bist es mir wert“ für den nicht-kommerziellen Sektor erfreut sich großen Zuspruchs. Nutzen auch Sie dieses Angebot zur Förderung Ihrer Kompetenz in wertschätzender Kommunikation und registrieren Sie sich unter www.ckk-mc.be/seminar-anmeldung.

In diesem Sinne: Die CKK bleibt weiterhin für Sie am Puls der Zeit!

Ihre Präsidentin
Madeleine Grosch

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