ONLINE-MAGAZIN DER CHRISTLICHEN KRANKENKASSE VERVIERS-EUPEN
Aktuelles
Mehr Infos
Downloads
Artikel als PDF
Download PDF Druckoptimierte Version
SERVICE

1,15 Millionen Menschen vertrauen einer Krankenhausabsicherung, die niemanden ausschließt und keine Obergrenze kennt. Sie vertrauen auf die Hospi-Solidar der Christlichen Krankenkasse (CKK). 2019 wurden durch diesen Vorteil im Rahmen der Zusatzversicherung 72.000 Rechnungen beglichen, deren Gesamtbetrag sich auf 17,5 Millionen Euro belief. Die Hospi-Solidar wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen und ist bis heute die einzige Krankenhausabsicherung, die finanziellen Rundum-Schutz im Zwei- oder Mehrbettzimmer im Falle eines Krankenhausaufenthaltes bietet.

Denn bis zum Alter von 18 Jahre werden alle Kosten erstattet – und volljährige Mitglieder der CKK haben die Gewissheit, dass sie niemals mehr als 275 Euro bei einmaligem und 550 Euro bei mehrmaligem Krankenhausaufenthalt jährlich aus eigener Tasche bezahlen müssen. Die CKK fordert, dass ein solches System für alle Belgier zugänglich sein muss!

Die französisch- und deutschsprachigen Christlichen Krankenkassen treffen im September 1999 die gemeinsame Entscheidung, eine Absicherung zu schaffen, die alle Mitglieder gegen überhöhte Rechnungen für Krankenhausaufenthalte im Zwei- oder Mehrbettzimmer schützt. Damals ein ebenso ambitioniertes wie riskantes Projekt, das am 1. Januar 2000 Realität wird: „Ein relativ altes Konzept fand seine konkrete Umsetzung: indem alle Mitglieder einen vergleichsweise niedrigen Beitrag leisten, profitieren alle von einer Absicherung bei gesundheitsbedingten Risiken“, erklärt Jean Hermesse, Vize-Präsident der CKK und Gründervater der Hospi-Solidar. Er fährt fort: „Zusammen mit der Denta-Solidar zur Absicherung der Kosten bei zahnärztlichen Leistungen, die im Jahr 2014 eingeführt wurde und nach dem gleichen Prinzip funktioniert, steht die Hospi-Solidar zweifelsohne exemplarisch für das Prinzip der Solidarität, dem sich die CKK verpflichtet fühlt. Wir wehren uns gegen eine Zwei-Klassen-Medizin und setzen uns für Gesundheitsleistungen ein, die jedem zugänglich sind“.

Die Hospi-Solidar widersetzt sich einer kommerziellen Logik, die Rentabilität vor Verfügbarkeit und Finanzierbarkeit stellt und dies zum Nachteil vor allen Dingen der schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft: „Senioren, chronisch kranke Personen oder Menschen mit einer Beeinträchtigung – auch sie sind dank der Hospi-Solidar auf Lebenszeit abgesichert. Weder gibt es eine ärztliche Untersuchung noch eine Wartezeit. Weder gibt es einen Ausschluss aufgrund bestehender Krankheiten noch wegen langem und/oder kostspieligem Krankenhausaufenthalt. Die CKK ist die einzige Krankenkasse, die eine solche Leistung anbietet – und das seit 20 Jahren“, betont Jean Hermesse.

Finanzielle Sicherheit im Zwei- und Mehrbettzimmer

In der Wallonie und in Brüssel sind 80 Prozent der klassischen Klinikaufenthalte und mehr als 90 Prozent der Tagesklinikaufenthalte Zwei- oder Mehrbettzimmeraufenthalte. Die Hospi-Solidar deckt die Krankenhauskosten für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre vollständig ab, Erwachsene haben die Gewissheit, dass sie niemals mehr als 275 Euro pro Krankenhausaufenthalt und 150 Euro pro Tagesklinikaufenthalt zahlen. Bei mehrfachen Krankenhausaufenthalten hingegen beläuft sich die Eigenbeteiligung für einen Erwachsenen auf maximal 550 Euro pro Jahr. Auch im Einzelzimmer übernimmt die Hospi-Solidar einen bestimmten Kostenanteil, kommt jedoch nicht für Zimmer- und Honorarzuschläge auf.

Erstattung von mehr als 72 000 Rechnungen

2019 wurden durch die Hospi-Solidar 72 372 Rechnungen mit einem Gesamtbetrag von 17,5 Millionen Euro erstattet. 80 Prozent des Betrags wurde Senioren über 65 Jahre zuteil. Dieser Altersklasse wurde mit 273 Euro die durchschnittlich höchste Summe bei den klassischen Krankenhausaufenthalten erstattet. Es folgen 232 Euro bei den 18- bis 64-Jährigen und 137 Euro bei den unter 18-Jährigen. Schwere Krankheiten, Langzeit- und Mehrfachaufenthalte sind die Gründe dafür, dass die Hospi-Solidar häufig von Senioren über 65 in Anspruch genommen wird.

Eine Zusatzhilfe im Falle schwerer oder kostspieliger Krankheit

Krebs, Multiple Sklerose, Epilepsie, Diabetes, Morbus Crohn, Nierenversagen, polyarthritisches Rheuma, Parkinson-Krankheit… Schwere Krankheiten sind in der Regel mit langwierigen und kostspieligen Behandlungen verbunden. Nichterstattungsfähige Medikamente, paramedizinische Leistungen, Transportkosten, häusliche Pflege usw. Aus diesen Gründen zahlt die Hospi-Solidar seit 2011 bei Diagnose einer schweren oder kostspieligen Krankheit einen Festbetrag in Höhe von 150 Euro. Dieser Betrag kann im ersten Folgejahr erneuert werden. „Über die Kosterstattung bei Krankenhausaufenthalten hinaus haben 2019 etwa 12 000 Menschen von diesem Festbetrag profitiert“, betont Jean Hermesse.

Solidarität ist effizient

In den vergangenen 20 Jahren wurden durch die Hospi-Solidar etwa 305 Millionen Euro ausgezahlt. Dies auf Grundlage des moderaten Beitrags von etwa zwei Euro pro Mitglied, der Teil des CKK-Mitgliedsbeitrags zur Zusatzversicherung ist. „Mit der Hospi-Solidar beweist die CKK, dass eine auf dem Solidaritätsprinzip fußende Absicherung effizienter und gleichzeitig günstiger als ein rein kommerziell ausgerichteter Gegenentwurf sein kann“, erklärt Jean Hermesse. Und er betont: „An die politisch Verantwortlichen: 170 Millionen Euro jährlich reichen aus, um diese Absicherung allen Menschen im Land im Rahmen der Pflichtversicherung zugänglich zu machen. Verglichen mit den 27,7 Milliarden Euro, die das Budget der Pflichtversicherung beträgt, ist dies wahrlich nicht viel. Wir sollten nicht noch einmal 20 Jahre warten, um einen sozialen Fortschritt einzuläuten.“

Weitere Informationen unter www.ckk-mc.be.

 

Anhang (nur in französischer Sprache)

Annexe 1 CP Hospi solidaire données chiffrées

Annexe 2 CP Hospi solidaire exemples de factures

Annexe 3 CP Hospi solidaire interventions

Annexe 4 CP Hospi solidaire 3 niveaux de couverture

Teilen

Edito

Liebe Leserinnen und Leser,

Der Hospi-Solidar kommt innerhalb der CKK-Leistungen eine besondere Rolle zu: Unsere solidarische Krankenhausabsicherung ist in ganz Belgien die einzige ihrer Art – und das seit nunmehr 20 Jahren. Sie ist in Ihrem Beitrag zur Zusatzver-sicherung bereits enthalten – und weder an eine Wartezeit noch an eine ärztliche Untersuchung gebunden, und niemand wird wegen einer bestehenden Krankheit ausgeschlossen. Eine Absicherung, wie sie eigentlich längst allen Belgierinnen und Belgiern zugänglich sein sollte, wie CKK-Generalsekretär Jean Hermesse auf den Seiten 4 und 5 zu Recht bemerkt. Und für uns ist das Jubiläum dieses wegweisenden Vorteils auch ein kleiner Grund zu feiern, wie bereits aus unserer Titelstory ersichtlich ist.

Mit großer Erleichterung nehmen wir die Verlängerung der Ostbelgien-Regelung zur Kenntnis, ermöglicht sie den Menschen in unserer Region doch den Zugang zu fachärztlichen Leistungen in der deutschen Muttersprache. Doch längst ist nicht aller Tage Abend – denn Ende dieses Jahres stehen die Modalitäten der „OBR“ erneut zur Debatte. Eines können wir Ihnen versichern: Als Christliche Krankenkasse werden wir vehement für die Interessen unserer Mitglieder und der deutschsprachigen Belgier eintreten.

Für die Deutschsprachige Gemeinschaft steht derweil die Umsetzung neuer Kompetenzen auch im Gesundheitswesen auf dem Programm: Seit dem 1. Januar 2020 sind nicht mehr die Krankenkassen, sondern das Ministerium der DG für die Kostenerstattung verschiedener Leistungen im Bereich der Langzeitrehabilitation im Ausland zuständig. Aber auch hier können wir Sie beruhigen: Mit Ihren Fragen und Sorgen können Sie sich auch fortan vertrauensvoll an unsere Kunden-berater wenden.

Zu guter Letzt möchte ich noch auf die vorliegender Ausgabe beigefügten Gesundheitsinfo-Broschüre „Lass es dir gut gehen“ verweisen. Hier finden Sie zahlreiche spannende und vielseitige Veranstaltungen rund um Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden – für einen idealen Start in ein gutes und erfolg­reiches Jahr 2020!

Madeleine Grosch
Verwaltungsratspräsidentin

Archiv: Online-Ausgaben