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EDITO

Alle sechs Jahre richten sich bei Schulanfang die Interessen schnell auf die Politik. Im Mittelpunkt stehen am kommenden 14. Oktober die Kommunalwahlen. Die Presseberichterstattung ist durch eine gewisse Hektik um die konkurrierenden Parteien und mögliche Koalitionen angetrieben. Jedoch entsteht der Eindruck, dass die im kommenden Jahr anstehenden Parlaments-, Regional- und Europawahlen die unmittelbaren Herausforderungen rund um die Kommunalwahlen eher in den Hintergrund stellen.
Als Hauptanliegen und Kompetenzbereich der Krankenkassen ist die Gesundheit auf allen Machtebenen angesiedelt. Zwar steuern Föderalregierung, Regionen und Gemeinschaften die Gesundheitspolitik unseres Landes in den Bereichen Zahnpflege, Krankenhauspolitik, Pflegedienste, Altenheime, Arztgebühren, Mobilitätshilfen, Organisation der ersten Versorgungslinie usw.). Aber in den Kommunen werden unserer Meinung nach wesentliche Ansatzpunkte für eine verbesserte individuelle Gesundheit sowie für die Entwicklung lokaler Mechanismen gesetzt. Der 14. Oktober ist daher für die Krankenkassen von großer Bedeutung. Der CKK wird auch nach den Wahlen darauf achten, wie Ihre Prioritäten auf lokaler Ebene berücksichtigt, gehört und umgesetzt werden. Werfen wir einen kurzen Blick auf einige lokale „Gesundheitsthemen“.

Gesunde Kommunen
Gesundheit ist nicht nur eine medizinische Angelegenheit, sondern berücksichtigt viele andere Faktoren. Die Kommunen verfügen über wichtige Handlungsspielräume, um auch auf gesundheitliche Themenbereiche einzugehen und in diesem Segment Ungleichheiten abzubauen: Wohnqualität, Umwelt und Ernährung, Mobilität, Zugang zu „angemessenen“ Arbeitsplätzen und Umfang des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Dies sind alles Faktoren mit direkten Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung. Mit anderen Worten, die „gute Gesundheit“ einer Gemeinde oder Provinz hat nicht nur etwas mit ausgeglichenem Haushalt zu tun. Sie große Entscheidungsbefugnisse für mehr Wohlbefinden in der Bevölkerung. Hier haben so unsere Erwartungen …

Vertrauen in Organisationen
Die CKK achtet von Anfang an (und auch heute noch) auf den Stellenwert der lokalen Vereinigungen, denn hier entstehen Ideen, demokratische Erfahrungen und kreative Initiativen. Deshalb fordert die CKK die Regierungsstellen systematisch zur Förderung und Unterstützung von Gemeinschaftsinitiativen auf, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt. Der unkomplizierte Zugang zu Gesundheitsleistungen sowie Präventions- und Freizeitaktivitäten (Kultur, Sport, Jugend, usw.) tragen zur Verbesserung der Gesundheit aller bei. Dies setzt ein breit gefächertes Dienstleistungsangebot sowie eine besondere Berücksichtigung der geografischen und finanziellen Zugangsmöglichkeiten voraus. Alle Begegnungs- und Wohnorte haben wichtige soziale und integrative Funktionen, die dem Wohlbefinden der Allgemeinheit dienen. Sie ermutigen jeden dazu, sich als Handlungsträger für seine eigene Gesundheit zu engagieren und für andere Impulsgeber für die Gesundheit zu sein.

Mitwirkende Kommunen
Die gewählten Amtsträger dürfen in ihrer politischen Arbeit nicht im Alleingang handeln, schon gar nicht auf lokaler Ebene. Es ist wichtig, die Bevölkerung in die Definition und Bewertung der kommunalen Angebote einzubeziehen unter besonderer Berücksichtigung der Zielgruppen, die weniger leicht zu mobilisieren sind. Es gibt hier wie dort Beratungsstrukturen; mit älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen, mit Jugendlichen usw. Aus der Sicht der Krankenkassen sollten diese Orte zur Förderung einer Kultur der Mitbestimmung, Anhörung und Rücksprache systematischer eingerichtet werden. Und die Amtsträger sollten sich eine Ehre daraus machen, ihnen zuzuhören.

Barrierefreie und inklusive Kommunen
Schließlich unterstützen die CKK und ihre soziopädagogischen Partnerorganisationen Die Eiche, Alteo und Jugend & Gesundheit auf den Aufbau von inklusiven Gemeinden. Dazu gehören besonders Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Die Festlegung eines kommunalen Zugangsplans, der ehrgeizig ist und in Absprache mit den Zielgruppen und Interessenverbänden verläuft, erscheint uns ein wesentliches Mittel, um ein für alle Beteiligten ein offenes Zusammenleben zu ermöglichen.

Die CKK wird auch nach den Wahlen darauf achten, wie diese Anliegen auf lokaler Ebene berücksichtigt, gehört und umgesetzt werden. Die Kommunalwahlen – wie natürlich die bevorstehenden Parlaments-, Regional- und Europawahlen (26. Mai 2019) – sind bedeutende demokratische Impulse für unsere Bevölkerung. Auch wenn das zurzeit herrschende ungünstige und angespannte Klima rund um „Politik“ und Politiker nach wie vor andauert, ist die CKK von der Notwendigkeit einer Mitwirkung aller überzeugt. Dieser demokratische Entscheidungsmoment erfordert von jedem Einzelnen Nachdenken und Engagement, damit alle Bürger zu aktiven Mitbürgern werden können.. Die CKK engagiert sich als Bewegung, Versicherer und Sozialunternehmer im Dienste einer gut funktionierenden Gemeinde.

Elisabeth Degryse, CKK-Nationalsekretärin

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

das Klima in unserer Gesellschaft wird rauer und kälter, der Einsatz der eigenen Ellbogen so gut wie unverzichtbar. Viele versuchen, herauszuholen, was zu holen ist. So gesehen ist es ganz schön düster um uns bestellt.

Während der weihnachtliche Lichterglanz an Häusern und in Vorgärten immer üppiger wird, wird es bei uns drinnen hinter den Fassaden zusehends düsterer. Proportional zum Anstieg unseres Stromverbrauchs scheint unsere Energie der Achtsamkeit und Freundlichkeit zu sinken. Doch es gibt eine Kraft, die den messbaren Stromverbrauch übersteigt und die in jedem von uns verborgen liegt. Es sind Ideen und Werke, die auch bei Lichte betrachtet Bestand haben, die sich nicht verstecken müssen. Es sind Wohltaten zugunsten anderer, sind Gesten und Zeichen, die anderen helfen und ihre Freude am Leben bestärken – ein freund-licher Gruß, ein Lächeln, ein Anruf, ein Brief, eine helfende Hand, ein gutes Wort – eine Begegnung, die den anderen freudiger weitergehen lässt. Sehr viel mehr ist es letztlich nicht.

Unsere Krankenkasse ist ursprünglich ein „Hilfsverein auf Gegenseitigkeit“. Das kann man sich sehr schwer in einer technisch hochkomplexen Welt mit abertausend Regeln und Bestimmungen vorstellen, bleibt aber im Grunde immer noch das Fundament unseres Handelns in einer Welt, die immer weniger mit dem Wort „Solidarität“ anfangen kann, in der die Kluft zwischen Reich und Arm immer größer wird.

Die Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte unserer Krankenkasse, wie Menschenwürde, gegenseitige Achtung, Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit, ja auch Freiheit und Gleichheit wird uns in dieser Zeit wohltun und wäre auch mein Wunsch für uns alle zum Jahresende und zum neuen Jahr.

Ihre Präsidentin
Madeleine Grosch

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