ONLINE-MAGAZIN DER CHRISTLICHEN KRANKENKASSE VERVIERS-EUPEN
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EDITO

Mit einem Festwochenende weihte die Christliche Krankenkasse (CKK) Verviers-Eupen am Freitag und am Samstag ihren neuen Hauptsitz, gelegen in der Rue Lucien Defays 77 nahe des Zentrums von Verviers, ein. Von hier aus wird die Arbeit auch in den deutschsprachigen Niederlassungen künftig unterstützt und gefördert werden.

Seit Juli sind die verschiedenen Dienste, die sich um die Mitglieder der CKK im Bezirk Verviers-Eupen kümmern, in der Rue Lucien Defays angesiedelt. Die ersten Planungen zu dem Gebäude, in dem auf vier Etagen 120 Mitarbeiter beschäftigt sind, wurden im Jahre 2008 angegangen, die Grundsteinlegung erfolgte 2014, im Frühjahr dieses Jahres wurde das Niedrigenergiegebäude fertiggestellt. Das Gebäude am Ufer der Weser befindet sich in direkter Nähe zur Autobahn und zum Bahnhof von Verviers und wird von den Buslinien 701 und 709 bedient. Automobil- und Fahrradstellplätze für Mitglieder sind am Geschäftssitz vorhanden. Das Haupthaus zeichnet sich durch geräumige und helle Warteräume, eine moderne Einrichtung, Zugang für Personen mit eingeschränkter Mobilität und Tagungs- und Veranstaltungsräume aus.

Neuer Hauptsitz ist barrierefrei ausgerichtet

Bei der Konzipierung haben die verantwortlichen Mitarbeiter des Sozialunternehmens CKK auf eine barrierefreie und nachhaltige Ausrichtung geachtet: Die gesamte Infrastruktur ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Auf der ersten Etage befindet sich die Geschäftsstelle, also die Anlaufstelle für die Mitglieder und Kunden der CKK, hier sind zudem die angeschlossenen Dienste wie der Sozialdienst oder Gesundheitsinfo sowie die Bewegungen wie Alteo, „Jeunesse & Santé“ oder „Eneo“ angesiedelt. Die CKK bietet den Besuchern demnach all ihre Dienstleistungen gebündelt unter einem Dach.

Durch den Umzug des Hauptsitzes von der Rue Laoureux an den neuen Standort unterstützt und gefördert werden die Dienstleistungen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft; die Erreichbarkeit
und die geografische Nähe zu den Mitgliedern bleiben in Ostbelgien weiter gewährleistet: In den Geschäftsstellen des CKK-Netzes, beispielsweise in Eupen, Kelmis oder St. Vith, werden die Mitglieder zu den gängigen Öffnungszeiten von Kundenberatern, Sozialarbeiterinnen und Vertrauensärzten empfangen.

Bedeutung von Solidarität zwischen belgischen Gliedstaaten

Eingeleitet wurde das Wochenende am Freitagabend mit einem Festakt, dem neben Partnerorganisationen der CKK und Lokal- wie Regionalpolitikern als Ehrengäste auch MC/CKK-Generalsekretär Jean Hermesse, MC/CKK-Nationalpräsident Luc Van Gorp und Alda Greoli, ehemalige Generalsekretärin der Christlichen Krankenkasse und wallonische Regionalministerin für Soziales, Gesundheit und Chancengleichheit, beiwohnten. Die in Spa aufgewachsene Ministerin betonte die bedeutende Rolle, die die CKK im Rahmen der sechsten Staatsreform, bei der unter anderem Befugnisse der Gesundheitspolitik künftig an die Gliedstaaten und somit auch an die Deutschsprachige Gemeinschaft übertragen werden, einnimmt. Madeleine Grosch, Vizepräsidentin des Verwaltungsrates der CKK Verviers-Eupen, hatte ihre Ansprache in den drei belgischen Landessprachen Niederländisch, Französisch und Deutsch formuliert und hob die Bedeutung von Solidarität auch zwischen den belgischen Gliedstaaten, die Bedeutung von Nähe und Erreichbarkeit für Mitglieder und Kunden sowie die Brückenfunktion, die die CKK unter anderem für die Grenzgänger in die euregionalen Nachbarstaaten einnimmt, hervor.

Optimierung der Mitgliederbetreuung

Am Samstag besuchten zwischen 10 und 17 Uhr über 600 Menschen den Tag der offenen Tür. Neben Animationen und Unterhaltung gewährten die Mitarbeiter der CKK Eupen-Verviers den Gästen einen Einblick in ihren Arbeitsalltag und in die Thematik der Gesundheitsleitungen, die alle Altersklassen und Lebensbereiche abdeckt.

Vom neuen Hauptsitz in Verviers ausgehend verspricht sich die Christliche Krankenkasse Verviers-Eupen eine Optimierung der Mitgliederbetreuung und eine Steigerung der Effizienz im Hinblick auf ihre Arbeit zur Erhaltung und Stärkung der Solidarität.

 

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

das Klima in unserer Gesellschaft wird rauer und kälter, der Einsatz der eigenen Ellbogen so gut wie unverzichtbar. Viele versuchen, herauszuholen, was zu holen ist. So gesehen ist es ganz schön düster um uns bestellt.

Während der weihnachtliche Lichterglanz an Häusern und in Vorgärten immer üppiger wird, wird es bei uns drinnen hinter den Fassaden zusehends düsterer. Proportional zum Anstieg unseres Stromverbrauchs scheint unsere Energie der Achtsamkeit und Freundlichkeit zu sinken. Doch es gibt eine Kraft, die den messbaren Stromverbrauch übersteigt und die in jedem von uns verborgen liegt. Es sind Ideen und Werke, die auch bei Lichte betrachtet Bestand haben, die sich nicht verstecken müssen. Es sind Wohltaten zugunsten anderer, sind Gesten und Zeichen, die anderen helfen und ihre Freude am Leben bestärken – ein freund-licher Gruß, ein Lächeln, ein Anruf, ein Brief, eine helfende Hand, ein gutes Wort – eine Begegnung, die den anderen freudiger weitergehen lässt. Sehr viel mehr ist es letztlich nicht.

Unsere Krankenkasse ist ursprünglich ein „Hilfsverein auf Gegenseitigkeit“. Das kann man sich sehr schwer in einer technisch hochkomplexen Welt mit abertausend Regeln und Bestimmungen vorstellen, bleibt aber im Grunde immer noch das Fundament unseres Handelns in einer Welt, die immer weniger mit dem Wort „Solidarität“ anfangen kann, in der die Kluft zwischen Reich und Arm immer größer wird.

Die Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte unserer Krankenkasse, wie Menschenwürde, gegenseitige Achtung, Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit, ja auch Freiheit und Gleichheit wird uns in dieser Zeit wohltun und wäre auch mein Wunsch für uns alle zum Jahresende und zum neuen Jahr.

Ihre Präsidentin
Madeleine Grosch

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