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GESUNDHEIT

Bei einer chronischen Erkrankung ist es möglich, sich durch eigenes Handeln von einer abwartenden oder resignierten Haltung zu befreien. Dies wird als „Empowerment“ bezeichnet und spiegelt sich in der Fähigkeit wider, angesichts der Krankheit und der damit verbundenen Symptome trotzdem noch selbst Herr seiner Lage bleiben.

Das englische Wort „Empowerment“ bedeutet Ermächtigung oder Befähigung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) übersetzt den Begriff „Patient Empowerment“ mit „Hilfe zur Selbsthilfe der Patienten“. Andere sprechen von Befähigung für den Umgang mit der Krankheit und wieder andere von Patientenverantwortlichkeit. Insgesamt ist der Grundgedanke aber: selbst handeln und nicht passiv abwarten.

Seit mehreren Jahren bemüht sich die Christliche Krankenkasse (CKK) sehr stark um die Begleitung chronisch kranker Menschen und versucht, diesen einen Wege aufzuzeigen, wie sie besser mit der Krankheit umgehen können. Aus diesem Grund wurde im September 2013 der Infopunkt für chronische Patienten eingeführt. Dieser richtet sich an Menschen mit einer chronischen Erkrankung und verfolgt zwei Ziele: Information der Betroffenen und gegenseitiger Austausch. Auf der Webseite zum Thema „chronische Patienten“ finden Sie unzählige Informationen zu einer Themenserie rund um chronische Erkrankungen und die häufigsten Fragen der Betroffenen.

Ihre Meinung interessiert uns!

Jeden Monat wird ein neues Thema im Rahmen verschiedener interaktiver Tools behandelt: Umfrage, Chats, … Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit zu einem interaktiven Gedanken- und Meinungstausch zu unterschiedlichen Themen. Haben Sie weitere Fragen zu Ihrer persönlichen Lage? Dann kontaktieren Sie den Infopunkt für chronische Patienten über das Kontaktformular oder per E-Mail an info.chronischepatienten@mc.be.

Hinter dem Bildschirm arbeitet ein erfahrenes Team, das die geltenden Gesetze kennt und Ihnen innerhalb von drei Werktagen antwortet. Falls erforderlich, werden Sie an die zuständige Dienststelle verwiesen, die Sie bei allen Formalitäten begleitet.

Den Infopunkt für chronische Patienten darf jeder Patient, der unter einer chronischen Erkrankung leidet – ob Mitglied der CKK oder nicht – anrufen. Um die Bearbeitung Ihrer Anfrage zu erleichtern, geben Sie stets Ihren Namen, die amtliche Anschrift oder die Eintragungsnummer im Nationalregister an. Gerne können Sie sich auch an den Sozialdienst der Christlichen Krankenkasse wenden: 087 32 43 33.

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Frage der Zugänglichkeit und Verfügbarkeit von Arzneimitteln hat in letzter Zeit viel Raum in der Medienlandschaft eingenommen. Ob es um die Behandlung schwerer, seltener, chronischer oder akuter Krankheiten geht: wir wissen, dass nichts bestimmte Arzneimittel ersetzen kann. Doch wir wissen auch, dass sie das Gemeinwesen finanziell stark belasten. Die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Arzneimitteln werden in den kommenden Jahren eine große Herausforderung darstellen, für die die Christliche Krankenkasse sich mehr denn je einsetzen wird.

Doch wir sind der Ansicht, dass die Gesundheit unserer Gesellschaft auch durch eine andere, nicht patentierte Behandlung geschützt werden kann. Sie ist für jedermann frei verwendbar und hat nur positive Nebenwirkungen: das Zusammenleben. Zahlreiche Studien zeigen, dass die soziale Isolation und mangelnde Integration einen Zustand hervorrufen, der im Allgemeinen mit einer schlechteren körperlichen oder geistigen Verfassung in Verbindung steht. Andere wissenschaftliche Arbeiten kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass eine Freiwilligentätigkeit zum seelischen und körperlichen Wohlbefinden der Person beiträgt, die sie ausübt.

Was wäre, wenn wir uns überlegen würden, allem was zum Zusammenleben beiträgt, mehr Aufmerksamkeit zu schenken als bisher? Öffentliche Investitionen in die Förderung entsprechender Projekte können das Vorhaben nicht alleine schultern – denn die Unterstützung des Zusammenlebens ist nicht nur eine Frage der Finanzierung, sondern auch eine Frage der Kultur, der Bildung und des Wohlwollens.

Verbände, Strukturen, Schulen und Universitäten müssen sich an der Entwicklung von Verhaltensweisen beteiligen, die das Zusammenleben fördern. Die Medien, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Politiker müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Aber auch ein jeder von uns trägt Verantwortung: Sie und ich! Können wir erwarten, dass jeder von uns seine Fähigkeit, Bindungen zu anderen Menschen einzugehen, an der Organisation unserer Welt teilzunehmen, sei es auf kleiner oder großer Ebene, wieder in den Mittelpunkt seiner Bemühungen stellt? In einer Zeit, da unser Land gemeinschaftliche Turbulenzen durchlebt, in der die Gesellschaft mobilisiert werden muss, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, besteht die dringende Notwendigkeit, den Weg wieder einzuschlagen, der zu Verhaltensweisen ermutigt, die Begegnung, eine gesunde, durchsetzungsstarke und fürsorgliche Beziehung fördern. Die Teilhabe ist Teil der Lösung! Wohlbefinden und Gesundheit sind das Ergebnis.

Madeleine Grosch
Verwaltungsratspräsidentin

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