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EDITO

Studien der Christlichen Krankenkasse (CKK) zufolge leiden in Belgien mehr als 600.000 Menschen an einer der unterschiedlichen Formen von Diabetes. Eine gesundheitsschädliche Lebensweise ist einer der Faktoren, die die Verbreitung dieser Krankheit begünstigen. Die CKK plädiert für Präventionsmaßnahmen im Rahmen der Gesundheitsförderung und anderer politischer Einflussbereiche.

Diabetes ist eine chronische Krankheit, die einerseits auf eine erhöhte Lebenserwartung und eine Überalterung der Bevölkerung, andererseits aber auch auf schädliche Lebensgewohnheiten, beispielsweise ungesunde und einseitige Ernährung, Bewegungsmangel oder den Konsum von Alkohol und Tabak zurückzuführen ist. Im Jahr 2016 erstattete das Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung (LIKIV) 167 Millionen Euro für Medikamente zurück, die aufgrund der Diagnose Diabetes verschrieben wurden. Damit rangiert Diabetes auf Platz fünf der zehn kostspieligsten Krankheiten.

Verbreitung von Diabetes in der Deutschsprachigen Gemeinschaft

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft sind folgende Prozentsätze der Bevölkerung von Diabetes betroffen: 5 Prozent der Bevölkerung in Amel; 5,9 Prozent der Bevölkerung in Büllingen; 5,7 Prozent der Bevölkerung in Burg-Reuland; 5,8 Prozent der Bevölkerung in Bütgenbach; 6,2 Prozent der Bevölkerung in Eupen; 7,8 Prozent der Bevölkerung in Kelmis; 6,3 Prozent der Bevölkerung in Lontzen; 5,6 Prozent der Bevölkerung in Raeren und 5,6 Prozent der Bevölkerung in St.Vith.

Bei den 65- bis 74-Jährigen liegen die Zahlen höher, so sind in Amel 14,2 Prozent; in Büllingen 16,4 Prozent; in Burg-Reuland 13,4 Prozent; in Bütgenbach 16,8 Prozent; in Eupen 16,9 Prozent; in Kelmis 19,7 Prozent; in Lontzen 20 Prozent; in Raeren 12,8 Prozent und in St.Vith 12,6 Prozent der Menschen betroffen.

Krankheitsbild, Formen und Symptome

Diabetes ist die Folge eines zu hohen Blutzuckerspiegels und somit einer Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse. Die Bauchspeicheldrüse ist für die körpereigene Produktion von Insulin zuständig, dank dieses Hormons können die Körperzellen Zucker aus dem Blut filtern. Wenn die Bauchspeicheldrüse jedoch kaum oder gar kein Insulin produziert, kann der Zucker im Blut nicht mehr abgebaut werden. Diesen Zustand bezeichnet man als Diabetes.

Die Medizin unterscheidet zwischen drei unterschiedlichen Formen von Diabetes: Zehn bis 15 Prozent der Erkrankten, hauptsächlich Kinder und Erwachsene bis 30 Jahre, leiden unter Diabetes-Typ 1, bei dem die Bauchspeicheldrüse nach der Zerstörung bestimmter Zellen überhaupt kein Insulin mehr produziert. Die häufigste Form von Diabetes ist Typ 2, unter der vor allem Menschen ab dem Alter von 40 Jahren leiden und die etwa 85 bis 90 Prozent der Diabeteserkrankten betrifft. Übergewicht und Bewegungsmangel sind einige der Gründe für eine unzureichende Insulinproduktion des Körpers. Der letzte Krankheitstyp ist Schwangerschaftsdiabetes, der etwa zwei bis fünf Prozent der schwangeren Frauen betrifft. Er ist temporär, birgt aber das Risiko, dass die Betroffene innerhalb von zehn Jahren Diabetes des Typ 2 entwickelt.

Die Symptome einer Diabeteserkrankung sind unter anderem häufiges Wasserlassen, ungewöhnlich starker Durst, Gewichtsverlust, Hunger, Müdigkeit, Sehstörungen, langsame Wundheilung und Juckreiz. Vorbeugeuntersuchungen werden Personen über 40 Jahre alle drei Jahre, den Risikogruppen mit einem oder mehreren Faktoren jährlich empfohlen.

Vorbeugung

Da über die genetischen Faktoren hinaus auch äußere Einwirkungen die Entwicklung von Diabetes begünstigen können, spricht sich die Christliche Krankenkasse dafür aus, dass die Förderung und die Begünstigung einer gesunden Lebensweise auf allen politischen Ebenen intensiviert werden. Es gilt, die Menschen für eine ausgewogene Ernährung, das Nichtrauchen, Gewichtskontrolle und regelmäßige körperliche Betätigung zu sensibilisieren. Eine gesunde Lebensweise ist aus mehreren Gründen von Vorteil: Sie trägt zu einer Verringerung der Diabetesverbreitung, zur Gesundheit von Herz und Blutgefäßen und generell zum Wohlbefinden bei.

Der Medikamentenkonsum kann durch einen gesünderen Lebensstil eingeschränkt werden. Vor allem ist es notwendig, bereits vor dem Ausbruch einer Krankheit gesundheitsfördernde Maßnahmen zu ergreifen. Auch wenn der Patient im Rahmen der Therapie Verantwortung übernehmen muss, so spielen Medizin und Politik eine Rolle bei der Förderung von Alternativen und der Entwicklung von Präventionsmaßnahmen.

Die CKK sieht ihre Zukunft in diesem Prisma: Aktion statt Reaktion. Jean Hermesse, Generalsekretär der CKK, betont: „Wir setzen möglichst viele Initiativen im Bereich der Prävention und Unterstützung unserer Mitglieder auf dem Weg zu gesunden Lebensgewohnheiten um: Ein wirkungsvoller Ansatz beinhaltet die Förderung eines Umfelds, das solchen Lebensgewohnheiten zuträglich ist. Die CKK wird weiterhin jede Politik zu diesem Zweck unterstützen und anstoßen. Zumal, wie in einem erst kürzlich erschienenen Bericht der Europäischen Kommission festgestellt wurde, im Allgemeinen Menschen mit niedrigem Einkommen und/oder niedrigem Bildungsniveau am meisten gefährdet sind, wenn es um Krankheiten im Zusammenhang mit unserem Lebensstil geht“.

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

das Klima in unserer Gesellschaft wird rauer und kälter, der Einsatz der eigenen Ellbogen so gut wie unverzichtbar. Viele versuchen, herauszuholen, was zu holen ist. So gesehen ist es ganz schön düster um uns bestellt.

Während der weihnachtliche Lichterglanz an Häusern und in Vorgärten immer üppiger wird, wird es bei uns drinnen hinter den Fassaden zusehends düsterer. Proportional zum Anstieg unseres Stromverbrauchs scheint unsere Energie der Achtsamkeit und Freundlichkeit zu sinken. Doch es gibt eine Kraft, die den messbaren Stromverbrauch übersteigt und die in jedem von uns verborgen liegt. Es sind Ideen und Werke, die auch bei Lichte betrachtet Bestand haben, die sich nicht verstecken müssen. Es sind Wohltaten zugunsten anderer, sind Gesten und Zeichen, die anderen helfen und ihre Freude am Leben bestärken – ein freund-licher Gruß, ein Lächeln, ein Anruf, ein Brief, eine helfende Hand, ein gutes Wort – eine Begegnung, die den anderen freudiger weitergehen lässt. Sehr viel mehr ist es letztlich nicht.

Unsere Krankenkasse ist ursprünglich ein „Hilfsverein auf Gegenseitigkeit“. Das kann man sich sehr schwer in einer technisch hochkomplexen Welt mit abertausend Regeln und Bestimmungen vorstellen, bleibt aber im Grunde immer noch das Fundament unseres Handelns in einer Welt, die immer weniger mit dem Wort „Solidarität“ anfangen kann, in der die Kluft zwischen Reich und Arm immer größer wird.

Die Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte unserer Krankenkasse, wie Menschenwürde, gegenseitige Achtung, Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit, ja auch Freiheit und Gleichheit wird uns in dieser Zeit wohltun und wäre auch mein Wunsch für uns alle zum Jahresende und zum neuen Jahr.

Ihre Präsidentin
Madeleine Grosch

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