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SERVICE

Die allgemeine medizinische Akte (auch AMA) beinhaltet alle Ihre medizinischen Informationen. Sie ist sozusagen Ihre persönliche Gesundheitsgeschichte. Ihr Hausarzt erstellt und verwaltet diese sowohl für Ihre Gesundheit, als auch für Ihre Brieftasche interessanten Aufzeichnungen: Sprechen Sie bei Gelegenheit mal mit Ihrem Arzt darüber…

Die AMA schont Ihre Brieftasche
Dank der AMA werden die Gesundheitsleistungen eines vertraglich gebundenen Leistungserbringers Ihrer Kinder bis zum 18. Lebensjahr zu 100 Prozent erstattet, insofern sie CKK-versichert sind.

  • Mit der AMA zahlen Sie 30 Prozent weniger Eigenanteile (auch Selbstbeteiligung) für eine Beratung bei Ihrem Hausarzt oder jedem anderen praktischen Arzt, der Zugang zu Ihrer Akte hat (in einer Gemeinschaftspraxis beispielsweise); wenn Sie über 75 Jahre alt sind, bei einem Hausbesuch Ihres Hausarztes; wenn Sie unter einer chronischen Krankheit leiden, bei einem Hausbesuch Ihres Hausarztes, ganz gleich wie alt Sie sind.
  • Wenn Ihr Hausarzt Sie anhand eines dafür vorgesehenen Scheins an einen Facharzt überweist, erhalten Sie für diese Beratung ebenfalls eine höhere Erstattung. Sie zahlen 5 Euro weniger (bzw. 2 Euro, wenn Sie Anspruch auf die erhöhte Kostenerstattung (EKE) haben). Diese Ermäßigung wird nur ein einziges Mal im Jahr für eine Beratung in dem jeweiligen Fachbereich gewährt.
  • Sie haben Anspruch auf die vollständige Kostenerstattung, wenn Ihr Hausarzt Bereitschaftsdienst hat und für die Konsultation in der Zeit zwischen 18 und 21 Uhr einen Honorarzuschlag erhebt.

Die AMA fördert Ihre Gesundheit
Allergien, Impfungen, Krankenhausaufenthalte, Röntgenaufnahmen, Bluttests, ganz gleich wo Sie Ihre medizinischen Untersuchungen durchführen lassen, alle Informationen werden in Ihrer AMA eingetragen. Sie ermöglicht Ihrem Hausarzt eine globale Sicht auf alles, was mit Ihrer Gesundheit zusammenhängt. Die AMA ist von großem Nutzen – vor allem dann, wenn regelmäßige Nachsorge erforderlich ist, wie beispielsweise bei Kindern oder chronisch Erkrankten.

Eine AMA anlegen: Einfach und kostenlos!
Bitten Sie Ihren Hausarzt beim nächsten Hausbesuch oder bei der nächsten Beratung, eine AMA anzulegen.

Es gibt drei Erstattungsverfahren:

  • entweder zahlen Sie das für die Eröffnung der AMA sowie für den Hausbesuch oder die Beratung in der Praxis geforderte Honorar und lassen sich anschließend die Kosten von der Krankenkasse erstatten;
  • oder Sie bitten den Arzt um die unmittelbare Abrechnung der Kosten mit Ihrer Krankenkasse, und Sie brauchen das Geld nicht vorzustrecken. Ihr Arzt lässt sich dann sein Honorar von der Krankenkasse überweisen;
  • oder es gilt aufgrund Ihres Versicherungsstatus (EKE) automatisch das Drittzahlersystem aus sozialen Gründen, d.h. die unmittelbare Kostenabrechnung mit der Krankenkasse.

Weitere Infos

gibt es bei Ihrem örtlichen CKK-Kundenberater unter der Rufnummer +32 87 32 43 33 oder unter diesem Link.

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Der Wahlmarathon ist Geschichte. In selbige wird der Urnengang 2019 in der Deutschsprachigen Gemeinschaft wohl kaum eingehen: Denn trotz Mandatsverschiebungen sowohl in der bisherigen Mehrheit (PFF -1) als auch in der Opposition (Vivant +1, Ecolo +1, CSP -1) wird die seit 2004 aus ProDG, PFF und SP bestehende Mehrheit ihre Arbeit mit 13 von 25 Sitzen fortführen. Wir hoffen, dass die im Rahmen unseres Memorandums formulierte Forderung nach einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Politik und Krankenkassen Gehör findet und wir als maßgeblicher Akteur künftig wieder stärker in die Entwicklung des Gesundheitssektors eingebunden werden.

Dass die Vertretung der Interessen unserer Mitglieder eine der Stärken der CKK ist, wird von der Unterstützung, die die Bevölkerung gegenüber den von Autonomieverlust betroffenen Personen und den pflegenden Angehörigen entgegenbringt, untermauert: Zwischen dem 29. April und dem 17. Mai unterzeichneten mehr als 35 000 französisch- und deutschsprachige Belgier – darunter über 1 200 aus Ostbelgien – die Petition „Mehr Rechte für pflegende Angehörige“. Die Unterschriften wurden am 21. Mai an die föderale Gesundheitsministerin Maggie De Block überreicht – inklusive unserer Forderungen nach unter anderem ausreichenden Ersatzeinkommen, Sozialtarifen und Zeitkrediten.

Die CKK fordert nicht nur, sondern bietet auch Unterstützung, wie Sie dieser Ausgabe des Miteinander entnehmen können: Im Interview stellen wir die neu geschaffene Funktion des Autonomie-Beraters vor, die von nun an die zentrale Anlaufstelle für von Autonomieverlust betroffene Personen und pflegende Angehörige darstellt. Anschließend gehen wir auf das umfangreiche Angebot an maßgeschneiderten Dienstleistungen, das die CKK der Zielgruppe bietet, ein. Sie sehen: wie auch immer sich der Bedarf im Gesundheitsbereich entwickelt, die CKK ist und bleibt an Ihrer Seite.

Christian Maréchal
Direktionsmitglied der CKK

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