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Der Grippevirus ist sehr ansteckend; Es genügt bereits, mit einer kranken Person zu reden um angesteckt zu werden.Meiden Sie stark besuchte Örtlichkeiten oder geschlossene Räume. Eine vorbeugende Impfung ist das einzige Schutzmittel gegen Grippe.

Grippeimpfung
Im Impfstoff gegen Grippe sind tote Viruspartikel enthalten. Durch die Schutzimpfung aktiviert das Immunsytem Antikörper, die sich auf den virus setzen und ihn neutralisieren. Durch diesen Vorgang wird die Widerstandskraft gegen Grippe erhöht. Der Impfstoff schützt Sie während annähernd 6 Monaten vor jedem Kontakt mit dem Grippevirus. Demzufolge kann die vorbeugende Schutzimpfung als ein wirksames Mittel gegen Grippe betrachtet werden.

Schutzimpfung – wie und wann?
Der Grippevirus ändert in jedem Jahr. Aus diesem Grund sollten Sie sich jährlich impfen lassen, idealerweise im Oktober/November, da die Grippe hauptsächlich von November bis März auftritt und der Wirkstoff bereits nach 14 Tagen wirksam ist. Der Impfstoff wird in den Oberarm entweder unter die Haut (subkutan), im Muskelgewebe(intramuskulär) oder in die Haut(intradermique) eingegeben.

In den folgenden Fällen wird von einer Schutzimpfung abgeraten:

  • wenn Sie Fieber haben oder an einer schweren Infektionskrankheit leiden (Bronchitis);
  • wenn Sie gegen eine Impfstoffkomponente allergisch sind (Eier);
  • wenn Sie infolge einer vorherigen Grippe-Schutzimpfung unerwünschte Nebenwirkungen bemerkten.

Nebenwirkungen sind eher selten und klingen innerhalb von zwei Tagen ab. Es handelt sich um Hautschwellungen, Juckreiz, Wärmegefühl oder Schmerzen beim Berühren der Einstichstelle.

Schutzimpfung – für wen?
Eine vorbeugende Schutzimpfung gegen Grippe ist also nur bestimmten Risikogrupen vorbehalten.

Diese Risikogruppen sind:

  • Personen über 65 Jahre;
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen;
  • Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer (selbst inzwischen stabilisierten) chronischen Erkrankung, z. B. der Atmungsorgane, chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes, Multiple Sklerose, angeborene oder erworbene Immundefekte
  • Kinder zwischen 6 Monaten und 18 Jahre in Langzeitbehandlung mit Aspirin;
  • medizinisches Personal im direkten Kontakt mit den hier oben zitierten Risikogruppen;
  • alle Schwangeren im zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittel zum Zeitpunkt der Schutzimpfung;
  • Personen zwischen 50 und 64 Jahren, selbst wenn sie nicht zu den Risikogruppen gehören. In der Tat besteht bei jeder dritten Person dieser Altersparte das Risiko einer Komplikation: in erster Linie bei Rauchern, Übergewichtigen und bei Menschen mit übermäßigem Alkoholkonsum.
  • alle Personen, die in ihrem beruflichen Leben mit Geflügel oder Schweinen in Kontakt kommen; Gleiches gilt für deren Mitbewohner im Haus.

Trotz Schutzimpfung grippekrank?
Wie kommt es, dass eine Schutzimpfung gegen Grippe ausgerechnet grippekrank macht?

Der Impfstoff gegen Grippe enthält keine lebenden Viruspartikel und kann demzufolge keine Grippe hervorrufen. Durch die toten Viruspartikel produziert der Organismus Antikörper; er macht ihn hingegen nicht krank. Wenn Sie jedoch zeitnah zur Grippeimpfung krank werden, kann es sein, dass sie bereits kurz vor oder nach der Impfung angesteckt wurden. Es kann hingegen auch sein, dass Sie durch ein Virus angesteckt wurden, der nicht im Impfstoff enthalten war.

Lesen Sie den vollständigen Artikel unter diesem Link.

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Das Jahr 2019 brachte und bringt im Zuge der 6. Staatsreform weitere Kompetenzübertragungen mit sich. In der Deutsch-sprachigen Gemeinschaft ist der Fachbereich Familie und Soziales seit dem 1. Januar für die Auszahlung des Kindergeldes zuständig, weitere Kompetenzen des Ministeriums der DG sind die Finanzierung der Alten- und Pflegeheime und künftig auch die Langzeitrehabilitation.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft argumentiert bei der Übernahme dieser Kompetenzen vor allen Dingen mit der Verein-fachung administrativer Prozeduren zugunsten der Nutznießer. Es bleibt abzuwarten, ob dies gewährleistet werden kann. Doch unstrittig wird der ganzheitliche Ansatz, den die Krankenkassen als Gesundheitspartner bieten, auf Stückwerk reduziert werden. Auf Anfragen werden voraussichtlich Antworten folgen – aber wird durch die Schaffung von Parallelstrukturen der Mensch wirklich im Mittelpunkt stehen?

„Gesundheit ist viel mehr als die Abwesenheit von Krankheit“ ist ein Leitmotiv, dem sich die Christliche Krankenkasse seit jeher verpflichtet fühlt: Prävention, Aufklärung oder Begleitung sind bedeutsame Pfeiler unseres Dienstleistungsangebotes. Natürlich ist es wichtig, dem Mitglied im Krankheitsfall seine Kosten zu erstatten – doch ist es nicht ebenso bedeutsam, dafür zu sorgen, dass ein Mensch gar nicht erst krank wird; er nicht nur physisch, sondern auch mental gesund bleibt und sein Leben als sinnstiftend erachtet? Dafür steht bei der CKK ein breit aufgestelltes Netzwerk aus Gesundheitsinfo, Sozialdienst, Familienhilfe und anderen Partnern zur Verfügung. Ein neues Angebot stellt der Autonomieberater dar, der auf den Antragsteller zugeschnittene Lösungen erarbeitet.

In all diesen und weiteren Bereichen möchte die Christliche Krankenkasse für bisherige und künftige Mitglieder weiterhin verlässlicher Partner sein – und wird sich für deren Interessen auch auf politischer Ebene stark machen. Denn in unseren Augen zeichnet sich ein verlässlicher Gesundheitspartner dadurch aus, dass er sich für seine Mitglieder nicht nur reaktiv, sondern auch proaktiv einsetzt. Und diesem Anspruch kommen wir seit Jahrzehnten nach.

Ihre Präsidentin
Madeleine Grosch

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