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GESUNDHEIT

In südlichen Ländern ist das Nickerchen über die Mittagszeit an der Tagesordnung. Bei uns halten nur Kleinkinder oder ältere Menschen einen kurzen Mittagsschlaf. Wir halten den Mittagsschlaf für Zeitverlust. Dabei hat ein kleines Nickerchen zahlreiche Vorteile, sowohl für den Körper als auch für die Psyche.

Wenn es um Schlaf geht, sind nicht alle Menschen gleich. Mehrere Studien zeigen aber, dass sich zwischen 13 und 15 Uhr bei den meisten von uns eine ganz natürliche Müdigkeit einstellt. Dagegen sollten wir uns keineswegs wehren… Die wichtigsten Anzeichen der Müdigkeit sind: Schläfrigkeit, schwere Lider, Augenjucken, Gähnen, nachlassende Aufmerksamkeit und schwindende Konzentration…

Wohltuende Wirkung des kurzen Mittagschlafs

Ein Mittagsschlaf von 20 bis höchstens 30 Minuten stärkt die kognitiven Fähigkeiten, das heißt dass Wachsamkeit, Konzentration, Gedächtnis und Kreativität gefördert werden. Weitere Nebenwirkungen sollen eine bessere Verdauung und weniger Stress sein. Um die volle Wirkung zu erzielen, sollten Sie sich jedoch einen Wecker setzen. Nach dem bekannten Schlafzyklus setzt nach etwa 20 bis 30 Minuten leichtem Schlaf der Tiefschlaf ein. Wenn Sie mittags zu lange schlafen, haben Sie den Eindruck, dass Sie noch müder sind. Außerdem besteht die Gefahr von nächtlichen Schlafstörungen.

Minisiesta – Gebrauchsanweisung

  • Die gute Nachricht ist, dass das kurze Einnicken in sitzender oder liegender Haltung bereits ausreichen soll!
  • Ein kurzes Mittagsschläfchen von 10 Minuten kann schon erholsam wirken.
  • Suchen Sie einen ruhigen Ort mit gedämpftem Licht auf oder benutzen Sie eine Augenbinde. Wenn Ihnen kalt ist, decken Sie sich mit einer Decke oder einer Jacke zu. Versuchen Sie stets, die Siesta zur gleichen Zeit nachmittags zu machen. Die ideale Zeit liegt zwischen 13 und 15 Uhr.
  • Sie arbeiten nachts? Dann liegt die beste Zeit für ein Nickerchen zwischen 2 und 5 Uhr.
  • Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind und Anzeichen von Müdigkeit verspüren, hören Sie auf Ihren Körper. Bewegen Sie sich an der frischen Luft, vertreten Sie sich die Beide und lassen Sie sich 20 bis 30 Minuten Zeit für ein kurzes Mittagsschläfchen. Das ist eine echte Wohltat. So sorgen Sie für frische Energie und eine sichere Fahrt.

 

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

die Gesundheit unserer Mitglieder liegt uns am Herzen. Wir wollen als Gesundheitskasse nicht nur für unsere Mitglieder da sein, wenn sie krank sind, sondern auch für diejenigen, die gesund sind. Deswegen setzt sich die Christliche Krankenkasse auf verschiedenen Ebenen für die Belange aller Mitglieder ein; sei es in der Deutschsprachigen Gemeinschaft bei der Umsetzung der sechsten Staatsreform und der Verteidigung der Interessen der Patienten und ihrer Angehörigen; sei es auf föderaler Ebene beim Einsatz für genügend finanzielle Mittel im Gesundheitswesen, sei es auf internationaler Ebene bei der Förderung einer grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung.

Ende 2015 wurde das IZOM-Abkommen von den meisten deutschen Krankenkassen angekündigt. Dies hatte zur Folge, dass das Abkommen, das bis dato die grenzüberschreitende medizinische Versorgung in der Euregio Maas-Rhein regelte, aufgrund der Vertragsklauseln ungültig wurde. Nun hieß es handeln. Die Konzertierungsplattform der Krankenkassen arbeitete mit dem LIKIV (Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung = INAMI) einen Vorschlag aus, der zumindest eine Alternative zu der Anwendung der schwerfälligen europäischen Gesetzgebung bieten sollte, damit Patienten auch weiterhin so einfach wie möglich Zugang zu Gesundheitsleistungen im Nachbarland in deutscher Sprache in Anspruch nehmen konnten. Dieser Vorschlag mündete in die am 1. Juli 2017 eingesetzte „Ostbelgien-Regelung“.

Gewiss stellt die neue Regelung nicht für alle Patienten die beste Lösung dar. Für viele Menschen in Ostbelgien ist der Zugang zu Gesundheitsleistungen in deutscher Sprache wichtig, um als mündige Patienten die therapeutischen Empfehlungen der Ärzte verstehen zu können und die richtigen Entscheidungen für sich und ihre Gesundheit treffen zu können.

Mit der Ausarbeitung der Ostbelgien-Regelung ist für die CKK das Kapitel des Zugangs zu Gesundheitsleistungen in deutscher Sprache nicht beendet. Ganz im Gegenteil erfahren wir tagtäglich, wo in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung Verbesserungsbedarf besteht. Und diese Bedürfnisse verteidigt die Christliche Krankenkasse sowohl bei den Entscheidungsträgern und Gesundheitsakteuren in der Deutschsprachigen Gemeinschaft als auch auf föderaler und europäischer Ebene!

Ihre Präsidentin
Madeleine Grosch

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