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SOZIALES

Im Herbst zieht es die Menschen im Süden und im Norden der DG in die Innenstädte, denn dann finden die Kultur-Highlights „Rendez-vous nach Ladenschluss“ am Freitag, den 8. November in St. Vith, und „Seitenstraße – Lesen hinterm Tresen“ am Samstag, den 30. November in Eupen, statt. An letztgenannter Veranstaltungsreihe nimmt die CKK seit mehreren Jahren mit Ihrer Zweigstelle in der Eupener Klosterstraße teil, erstmals in diesem Jahr werden Lesungen auch in unserer Filiale in der Büchelstraße in St.Vith im Rahmen von „Rendez-vous nach Ladenschluss“ abgehalten.

Beide Veranstaltungen – die eine der Fördergemeinschaft der Stadt St.Vith und die andere der Kulturvereinigung Chudoscnik Sunergia – eint ein ähnliches Konzept: Ab dem frühen und bis in den späteren Abend hinein werden in Geschäften und bei Vereinigungen der Innenstädte zyklisch vier Darbietungen präsentiert. Bei freiem Eintritt bewegen sich die Besucher zwischen den verschiedenen Aufführungsorten und wohnen somit mehreren Darbietungen bei.

Bei beiden Veranstaltungen liest Björn Marx, Mitarbeiter der CKK, aus dem Buch „Der Bibliothekar, der lieber dement war als zuhause bei seiner Frau“, einem tragikomischen und bisweilen zynischen Roman aus der Feder des flämischen Bestsellerautoren Dimitri Verhulst („Die Beschissenheit der Dinge“, „Problemski Hotel“, „Die letzte Liebe meiner Mutter“). Der Klappentext des Buches gewährt einen inhaltlichen Ausblick:

„Es muss doch noch mehr geben als eine langweilige, vorgezeichnete Existenz ins Grab hinein, eine lieblose Ehe, die einem jede Selbstachtung raubt, und Kinder, die einem fremd sind – sagt sich der gut siebzigjährige Désiré Cordier eines schönen Tages. Und beschließt, einen auf dement zu machen. Die Rolle des senilen Vergesslichen spielt er so gut, dass ihn die Familie schließlich ins Pflegeheim bringt, wo er endlich frei zu sein meint…“

Die Lesungen finden zu folgenden Terminen statt:

Rendez-vous nach Ladenschluss:

• Freitag, den 8. November 2019
• Stündlich zwischen 19.30 und 22.45 Uhr
• In der Filiale der CKK in der Büchelstraße 3-5 in 4780 St.Vith

Seitenstraße – Lesen hinterm Tresen:

• Samstag, den 30. November 2019
• Um 18, 19, 20 und 21 Uhr
• In der Filiale der CKK in der Klosterstraße 66 in 4700 Eupen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Frage der Zugänglichkeit und Verfügbarkeit von Arzneimitteln hat in letzter Zeit viel Raum in der Medienlandschaft eingenommen. Ob es um die Behandlung schwerer, seltener, chronischer oder akuter Krankheiten geht: wir wissen, dass nichts bestimmte Arzneimittel ersetzen kann. Doch wir wissen auch, dass sie das Gemeinwesen finanziell stark belasten. Die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Arzneimitteln werden in den kommenden Jahren eine große Herausforderung darstellen, für die die Christliche Krankenkasse sich mehr denn je einsetzen wird.

Doch wir sind der Ansicht, dass die Gesundheit unserer Gesellschaft auch durch eine andere, nicht patentierte Behandlung geschützt werden kann. Sie ist für jedermann frei verwendbar und hat nur positive Nebenwirkungen: das Zusammenleben. Zahlreiche Studien zeigen, dass die soziale Isolation und mangelnde Integration einen Zustand hervorrufen, der im Allgemeinen mit einer schlechteren körperlichen oder geistigen Verfassung in Verbindung steht. Andere wissenschaftliche Arbeiten kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass eine Freiwilligentätigkeit zum seelischen und körperlichen Wohlbefinden der Person beiträgt, die sie ausübt.

Was wäre, wenn wir uns überlegen würden, allem was zum Zusammenleben beiträgt, mehr Aufmerksamkeit zu schenken als bisher? Öffentliche Investitionen in die Förderung entsprechender Projekte können das Vorhaben nicht alleine schultern – denn die Unterstützung des Zusammenlebens ist nicht nur eine Frage der Finanzierung, sondern auch eine Frage der Kultur, der Bildung und des Wohlwollens.

Verbände, Strukturen, Schulen und Universitäten müssen sich an der Entwicklung von Verhaltensweisen beteiligen, die das Zusammenleben fördern. Die Medien, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Politiker müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Aber auch ein jeder von uns trägt Verantwortung: Sie und ich! Können wir erwarten, dass jeder von uns seine Fähigkeit, Bindungen zu anderen Menschen einzugehen, an der Organisation unserer Welt teilzunehmen, sei es auf kleiner oder großer Ebene, wieder in den Mittelpunkt seiner Bemühungen stellt? In einer Zeit, da unser Land gemeinschaftliche Turbulenzen durchlebt, in der die Gesellschaft mobilisiert werden muss, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, besteht die dringende Notwendigkeit, den Weg wieder einzuschlagen, der zu Verhaltensweisen ermutigt, die Begegnung, eine gesunde, durchsetzungsstarke und fürsorgliche Beziehung fördern. Die Teilhabe ist Teil der Lösung! Wohlbefinden und Gesundheit sind das Ergebnis.

Madeleine Grosch
Verwaltungsratspräsidentin

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