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EDITO

Seit 2005 ist die Föderalregierung gesetzlich verpflichtet, alle zwei Jahre ein Budget zur Anhebung der niedrigsten Sozialleistungen vorzusehen. Die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände sind sich auch über die Verteilung dieses für das Wohlbefinden vorgesehenen Finanzrahmens (von rund einer Milliarde) für 2019 und 2020 einig geworden.

Anpassungen ab dem 1. Juli 2019:

Arbeitslosengeld: Mindest- und Festsätze für die vollständige Arbeitslosigkeit, die Arbeitslosigkeit mit betrieblichem Ausgleich und die Eingliederungsbeihilfe:

  • Haushaltsvorstand und Zusammenwohnende mit Vorzugsstatus: + 3,5%;
  • Alleinstehende: + 2,4112%;
  • Zusammenwohnende: + 2%;
  • Festbetrag bei vorübergehender Arbeitslosigkeit: + 3,5%

Renten: Mindestrenten (für Arbeitnehmer und Selbstständige gleich):

  • vollständige Laufbahn: + 1%;
  • unvollständige Laufbahn: + 2,4112%

Geldleistungen bei Arbeitsunfähigkeit oder Mutterschaft: Mindestsätze für Arbeitnehmer oder Arbeitslose im ersten Jahr der Arbeitsunfähigkeit oder bei Invalidität (ab dem zweiten Jahr):

  • regelmäßige Arbeitnehmer: + 1% für Haushaltsvorstände und Alleinstehende; + 2,4112% für Zusammenwohnende;
  • nicht regelmäßige Arbeitnehmer: + 2% für Personen ohne unterhaltsberechtigte Familienangehörige

Festbeträge für Selbstständige im ersten Jahr (Krankengeld) und ab dem zweiten Jahr (Invalidengeld): + 1% oder + 2,4112% je nach Umständen (Einstellung oder Fortgang des Betriebs, Familienstand);

Mutterschaftsurlaubsgeld, Adoptionsurlaubsgeld und Pflegeelternurlaubsgeld für Selbstständige: + 1 %.

Sozialfürsorge:

  • Integrationseinkommen (IE): + 2% für Alleinstehende und Zusammenwohnende;
  • Einkommensersatzbeihilfe für behinderte Menschen: + 2% für Alleinstehende und Zusammenwohnende;
  • Einkommensgarantie für Betagte (EGB/Grapa): + 0,3%

Anpassungen ab dem 1. August 2019

Im Rahmen des „Sozialpakets Wohlbefinden“ traten am 1. August zwei Neubewertungen im Bereich der Geldleistungen bei Arbeitsunfähigkeit in Kraft:

  • Die pauschale Beihilfe für die Hilfe einer Drittperson wird um 5 Prozent auf 23,40 Euro angehoben. Dieser Festbetrag wird Versicherten gewährt, die Geldleistungen aus der Krankenversicherung beziehen und aus gesundheitlichen Gründen für die gewöhnlichen Verrichtungen des alltäglichen Lebens auf Fremdhilfe angewiesen sind.;
  • Das Invalidengeld für Arbeitnehmer und Arbeitslosen, deren Arbeitsunfähigkeit am 31. Dezember 2009 oder vorher begann, wird um 0,7 Prozent angehoben. Allerdings ist zu beachten, dass diese Neubewertung nicht für Mindestsätze gilt

Anpassungen ab dem 1. September 2019:

Anhebung der Geldleistungen für Invaliden, die seit mindestens 5 oder 6 Jahren krankgeschrieben sind:

  • Arbeitnehmer und Arbeitslose, die als Invaliden anerkannt sind und deren Arbeitsunfähigkeit 2013 oder 2014 begonnen hat, erhalten ab dem 1. September eine zweiprozentige Erhöhung ihrer Leistungen. Allerdings ist zu beachten, dass diese Neubewertung nicht für Mindestsätze gilt. Die Anhebung um zwei Prozent gilt auch für Arbeitnehmer, die für einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit entschädigt werden und deren Arbeitsunfähigkeit 2013 oder 2014 begann
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Edito

Wieder gemeinsam leben

Liebe Leserinnen und Leser,

der Corona-Schleier lüftet sich schrittweise: Vorsicht ist weiterhin geboten – doch auch Optimismus darf nach drei Monaten der Einschränkungen und Entbehrungen erlaubt sein: Wir dürfen wieder gemeinsam Zeit verbringen, gemeinsam feiern, gemeinsam lernen, gemeinsam arbeiten. Kurz: wir dürfen wieder gemeinsam leben.

Schroff haben uns die Ausgangsbeschränkungen und das Kontaktverbot vor Augen geführt, wie wichtig Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung auf privater Ebene wie im öffentlichen Leben sind. Auch die Christliche Krankenkasse fühlt sich dieser Solidarität verpflichtet. Daher haben wir in den vergangenen drei Monaten alles daran gesetzt, unsere Dienstleistungen aufrechtzuerhalten: Interne Strukturen wurden angepasst, bewährte Kommunikationskanäle ausgebaut, neue digitale Wege beschritten. Dadurch konnten die Beratung und die Begleitung unserer Mitglieder auch im Krisenmodus gewährleistet werden. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, sowohl Ihnen, liebe Mitglieder, als auch der gesamten Belegschaft der CKK für die Flexibilität, die Besonnenheit und das Verständnis der vergangenen Monate zu danken. Alle gemeinsam haben wir Solidarität bewiesen.

Nun scheint sich die Normalität zu stabilisieren – doch muss Sicherheit oberstes Gebot bleiben. Auch deshalb haben die belgischen Krankenkassen im Verbund beschlossen, den Kundenkontakt in den Geschäftsstellen bislang ausschließlich auf Termin, in dringenden Fällen und unter Wahrung der Hygienevorschriften zu gewähren. Über eine generelle, (hoffentlich) baldige Öffnung unserer Filialen informieren wir Sie zeitnah unter ckk-mc.be.

Wenn Sie sich im Sommer auf ein hiesiges Freizeitangebot freuen, dann sind Sie bei unseren Bewegungen goldrichtig: Alle Ferienaktivitäten unserer Jugendbewegung Ocarina finden statt – die Übersicht finden Sie weiter hinten im Heft; die Eiche VoG hat ihr Angebot den Umständen entsprechend angepasst und auch Alteo hat in diesem Jahr noch so einiges vor. Wir hoffen, Sie sind dabei!

Im Namen der CKK wünsche ich Ihnen einen schönen, ruhigen und erholsamen Sommer.

Madeleine Grosch
Verwaltungsratspräsidentin

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