ONLINE-MAGAZIN DER CHRISTLICHEN KRANKENKASSE VERVIERS-EUPEN
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KULTUR

Am Freitag, dem 19. September 2014 feiert das Theaterstück „Stille Macht“ der Berliner Compagnie Premiere im Jünglingshaus in Eupen. Verantwortlich sind die Organisationen Miteinander Teilen, Frauenliga, FIAN, Euregio Projekt Frieden e.V. und die Verbraucherschutzzentrale.
Dabei handelt es sich um eine Lobbyisten-Komödie mit musikalischen Einlagen. Im Kern geht es darum, dass die Lobby der großen Konzerne Wirtschafts- und Handelspolitik zugunsten ihrer Interessen beeinflussen und wie Bauernverbände nicht die Bauern, sondern die Interessen der Industrie vertreten. Das Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU wird ebenso kritisch dargestellt wie die weltweiten Verflechtungen in der Rüstungsindustrie.

Schauplatz des Stücks ist die Lobby-Agentur Utterly&Quiet in Brüssel. Es wird gesungen und getanzt und einiges zu lachen geben. Hier werden schwer zugängliche Hintergründe, die unser Leben beeinflussen, auf informative und unterhaltsame Art vermittelt. Bei Erkenntnis der Auswirkungen dieser Beeinflussung wird den Zuschauern das Lachen in einigen Szenen schwer fallen. Es handelt sich um politisches Tournee-Theater vom Feinsten, weshalb die Botschaft und das Ziel auch dieses Stückes die Aufklärung und Mobilisierung des politischen Menschen ist. Die Berliner Compagnie steht für Qualität und Nachhaltigkeit der Bewusstseinsbildung durch gewitzte, peppige, tiefgründige, erregende und aufregende Inszenierungen.

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Frage der Zugänglichkeit und Verfügbarkeit von Arzneimitteln hat in letzter Zeit viel Raum in der Medienlandschaft eingenommen. Ob es um die Behandlung schwerer, seltener, chronischer oder akuter Krankheiten geht: wir wissen, dass nichts bestimmte Arzneimittel ersetzen kann. Doch wir wissen auch, dass sie das Gemeinwesen finanziell stark belasten. Die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Arzneimitteln werden in den kommenden Jahren eine große Herausforderung darstellen, für die die Christliche Krankenkasse sich mehr denn je einsetzen wird.

Doch wir sind der Ansicht, dass die Gesundheit unserer Gesellschaft auch durch eine andere, nicht patentierte Behandlung geschützt werden kann. Sie ist für jedermann frei verwendbar und hat nur positive Nebenwirkungen: das Zusammenleben. Zahlreiche Studien zeigen, dass die soziale Isolation und mangelnde Integration einen Zustand hervorrufen, der im Allgemeinen mit einer schlechteren körperlichen oder geistigen Verfassung in Verbindung steht. Andere wissenschaftliche Arbeiten kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass eine Freiwilligentätigkeit zum seelischen und körperlichen Wohlbefinden der Person beiträgt, die sie ausübt.

Was wäre, wenn wir uns überlegen würden, allem was zum Zusammenleben beiträgt, mehr Aufmerksamkeit zu schenken als bisher? Öffentliche Investitionen in die Förderung entsprechender Projekte können das Vorhaben nicht alleine schultern – denn die Unterstützung des Zusammenlebens ist nicht nur eine Frage der Finanzierung, sondern auch eine Frage der Kultur, der Bildung und des Wohlwollens.

Verbände, Strukturen, Schulen und Universitäten müssen sich an der Entwicklung von Verhaltensweisen beteiligen, die das Zusammenleben fördern. Die Medien, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Politiker müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Aber auch ein jeder von uns trägt Verantwortung: Sie und ich! Können wir erwarten, dass jeder von uns seine Fähigkeit, Bindungen zu anderen Menschen einzugehen, an der Organisation unserer Welt teilzunehmen, sei es auf kleiner oder großer Ebene, wieder in den Mittelpunkt seiner Bemühungen stellt? In einer Zeit, da unser Land gemeinschaftliche Turbulenzen durchlebt, in der die Gesellschaft mobilisiert werden muss, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, besteht die dringende Notwendigkeit, den Weg wieder einzuschlagen, der zu Verhaltensweisen ermutigt, die Begegnung, eine gesunde, durchsetzungsstarke und fürsorgliche Beziehung fördern. Die Teilhabe ist Teil der Lösung! Wohlbefinden und Gesundheit sind das Ergebnis.

Madeleine Grosch
Verwaltungsratspräsidentin

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