ONLINE-MAGAZIN DER CHRISTLICHEN KRANKENKASSE VERVIERS-EUPEN
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KULTUR

Am Freitag, dem 19. September 2014 feiert das Theaterstück „Stille Macht“ der Berliner Compagnie Premiere im Jünglingshaus in Eupen. Verantwortlich sind die Organisationen Miteinander Teilen, Frauenliga, FIAN, Euregio Projekt Frieden e.V. und die Verbraucherschutzzentrale.
Dabei handelt es sich um eine Lobbyisten-Komödie mit musikalischen Einlagen. Im Kern geht es darum, dass die Lobby der großen Konzerne Wirtschafts- und Handelspolitik zugunsten ihrer Interessen beeinflussen und wie Bauernverbände nicht die Bauern, sondern die Interessen der Industrie vertreten. Das Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU wird ebenso kritisch dargestellt wie die weltweiten Verflechtungen in der Rüstungsindustrie.

Schauplatz des Stücks ist die Lobby-Agentur Utterly&Quiet in Brüssel. Es wird gesungen und getanzt und einiges zu lachen geben. Hier werden schwer zugängliche Hintergründe, die unser Leben beeinflussen, auf informative und unterhaltsame Art vermittelt. Bei Erkenntnis der Auswirkungen dieser Beeinflussung wird den Zuschauern das Lachen in einigen Szenen schwer fallen. Es handelt sich um politisches Tournee-Theater vom Feinsten, weshalb die Botschaft und das Ziel auch dieses Stückes die Aufklärung und Mobilisierung des politischen Menschen ist. Die Berliner Compagnie steht für Qualität und Nachhaltigkeit der Bewusstseinsbildung durch gewitzte, peppige, tiefgründige, erregende und aufregende Inszenierungen.

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Edito

Liebe Leserinnen und Leser,

Ein Bote geht von Bord – kein „Götterbote“, wie es die Namensverwandtschaft zur griechischen Sagengestalt Hermes suggerieren könnte – aber ein Bote der Verständigung zwischen Völkern und der Vermittlung demokratischer Grundwerte: Jean Hermesse, vormaliger National- und seit 2007 Generalsekretär der Christlichen Krankenkasse, wurde im Sommer in den Ruhestand verabschiedet.

Seit meiner eigenen Wahl zur Vorsitzenden der Christlichen Krankenkasse in Ostbelgien stand ich in stetigem Austausch mit Jean Hermesse und kann ihm aus eigener Erfahrung ein offenes Ohr und ein tiefgreifendes Verständnis für die Belange der deutschsprachigen Mitglieder der CKK attestieren. Er hat den deutschsprachigen Zweig der Christlichen Krankenkasse stets als Partner auf Augenhöhe erachtet – eine Sichtweise, die selbst im Mehrvölkerstaat Belgien keine Selbstverständlichkeit darstellt. Jean Hermesse hat sich auch immer dafür eingesetzt, dass innerhalb des belgischen Gesundheitswesens nicht die geschäftlichen, sondern menschliche und gesellschaftliche Interessen an erster Stelle stehen, und sich gegen eine Zwei-Klassen-Medizin ausgesprochen.

Als Präsidentin der CKK werde ich sein Engagement und seine umfassenden Kenntnisse vermissen, als Wegbegleiterin wünsche ich ihm ganz einfach einen schönen, wohlverdienten Ruhestand.

Seiner Nachfolgerin, der in administrativen wie in repräsentativen Aufgaben bewanderten wie begabten Elisabeth Degryse, wünsche ich viel Erfolg bei der Ausführung ihrer anspruchsvollen Aufgabe – und ein ebenso glückliches Händ chen wenn es darum geht, die Belange auch der deutschsprachigen Belgier nicht aus den Augen zu verlieren.

Madeleine Grosch
Verwaltungsratspräsidentin

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