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EDITO

Thalidomid, besser bekannt als Contergan oder Softenon,wurde in den 1950er und 1960er Jahren zur Bekämpfung der morgendlichen Übelkeit bei schwangeren Frauen eingesetzt. Dieses Medikament hat sich als äußerst toxisch erwiesen und bei Tausenden von Neugeborenen zu Missbildungen oder zum Tod geführt. Contergan-Opfer, die in Belgien geboren wurden (oder die belgische Staatsangehörigkeit besitzen), können nun finanzielle Unterstützung erhalten.

Wer durch den Einsatz von Thalidomid während der Schwangerschaft der Mutter an angeborenen Fehlbildungen leidet, hat Anspruch auf einen Pauschalbetrag in Höhe von 125 000Euro. Eltern eines inzwischen verstorbenen Contergan-Opfers haben Anspruch auf einen Pauschalbetrag in Höhe von 30 000 Euro. Es handelt sich um eine von der Einkommenssteuer befreite Vergütung.
Diese Entschädigung hat keinerlei Auswirkungen auf die Unterstützung oder die Rechte, die das Opfer oder seine Eltern im Rahmen anderer Rechtsvorschriften bereits haben  könnten.

Wie und wo kann ich einen Antrag auf Entschädigung stellen?

Um diese finanzielle Unterstützung zu erhalten, müssen die betroffenen Personen einen Antrag bei der Direktion des medizinischen Dienstes der HKIV (Hilfskrankenkasse für Kranken und Invalidenversicherung) einreichen. Die Adresse lautet: Troonstraat 30A in 1000 Brüssel.
Der medizinische Dienst der HKIV überprüft, ob alle Bedingungen erfüllt und die Akte vollständig ist. Nach Bestätigung der Akte leitet die HKIV Ihren Antrag an den Föderalen öffentlichen Dienst (FÖD) Politik und Unterstützung (BOSA) weiter. Dieser ist verantwortlich für die Auszahlung der Entschädigung.

Achtung!

Die Anträge können nur bis zum 16. Mai 2021 bei der HKIV eingereicht werden! Falls Sie es wünschen, unterstützt die CKK Sie bei allen Formalitäten. Sie können uns per E-Mail an eupen@mc.be oder telefonisch unter 087 32 43 33 kontaktieren.
Unter folgender Seite finden Sie weitere Informationen und die notwendigen Antragsformulare (nur in französischer oder niederländischer Sprache):
 www.caami-hziv.fgov.be

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Edito

Geben Sie sich die Ehre!

Liebe Leserinnen und Leser,

Während im November der Einzelhandel anhand von Aktionstagen wie dem „Black Friday“ jegliche Anstrengung unternahm, den Individualkonsum zu fördern und damit Umsätze zu generieren, ist der vorweihnachtliche Dezember (noch) von mehr Zwischenmenschlichkeit geprägt. Ein wichtiges Datum war diesbezüglich der internationale Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember, dem die CKK eine Studie vorausschickte, um die Wechselwirkung zwischen der Ausübung einer gemeinnützigen Tätigkeit und dem individuellen – sowohl subjektiv wahrnehmbaren als auch objektiv messbaren – Wohlbefinden zu ergründen.

Diese Studie wurde in enger Zusammenarbeit mit den französischsprachigen und flämischen Bewegungen der CKK und der psychologischen Fakultät der Katholischen Universität Löwen erstellt: Die Analyse der Resultate und unseren Standpunkt finden Sie auf Seite 6 und 7 der vorliegenden Ausgabe. Zusammengefasst darf und möchte ich an dieser Stelle betonen, dass sich die CKK in ihrer traditionellen Herangehensweise, der Gemeinnützigkeit viel Platz einzuräumen, bestätigt sieht: Ehrenamt hält gesund! Denn wer anderen „etwas gibt“, der bekommt auch „etwas zurück“ – auch und vor allen Dingen ohne finanziellen oder materiellen Anreiz.

Das Ehrenamt ermöglicht es, soziale Bindungen einzugehen, stärkt das Selbstwertgefühl und schafft Raum, die eigenen Überzeugungen umzusetzen. Der Ehrenamtler erhält Wertschätzung und kann auf die Unterstützung des Netzwerks, dem er durch seine Tätigkeit angehört, zählen. Die Summe dieser Teil ergibt die ideale Grundlage dafür, sich wohl zu fühlen: Ehrenamtler attestieren sich selbst eine gute Gesundheit; laut Statistik gehen sie weniger häufig zum Arzt und konsumieren weniger Medikamente.

Das Ehrenamt ist Bestandteil der DNA der Christlichen Krankenkasse und wird von unseren Werten wie Solidarität, Zwischenmenschlichkeit und Gerechtigkeit wie auch von unserer täglichen Arbeit gleichermaßen getragen. Daher möchte ich Sie dazu einladen, sich etwas eingehender mit den Angeboten unserer Bewegungen Ocarina, Alteo und die Eiche zu beschäftigen und dem Ehrenamt eine Chance zu geben: Ihrem Wohlbefinden und Ihrer Gesundheit wird es eine Ehre sein!

Madeleine Grosch
Verwaltungsratspräsidentin

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