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SOZIALES

Der Seniorenbeirat Kelmis organisiert eine Veranstaltung über das Thema „Demenz“ mit einem halbstündigen Theaterstück sowie einer Austauschmöglichkeit mit den Schauspielern und dem Publikum.

Im Mittelpunkt: „Demenz“
Das Theaterstück über Depression und Demenz bei Senioren „Vergessen & Versunken“ (auf Deutsch) ist für alle geeignet, die mit anderen Menschen über Demenz und Altersdepression sprechen, sprechen möchten oder sprechen werden. Daher ist das Theaterstück für ein allgemeines Publikum geeignet, aber insbesondere für Angehörige von Menschen mit Demenz.

Die Teilnehmer
erhalten Einblick in die (emotionalen) Auswirkungen von Demenz und Depressionen auf die Familie;
diskutieren mit- und untereinander über diese Auswirkungen und darüber, wie man als Betroffene mit dieser Situation am besten umgehen kann;
werden angeregt, eigene Geschichten zu erzählen, um Tabus über Themen wie Demenz und Depression zu brechen.

Zwei Termine

Mittwoch, 13. Juni: 17.30 bis 18.30 Uhr – 19 bis 20 Uhr – 20.30 bis 21.30 Uhr
Aufführungsort: Bewegungszentrum der Gemeindeschule Amel (Auf Kahlert 11)
Eintritt frei, jedoch Anmeldung erforderlich (Gemeindeverwaltung Amel, 080 34 81 10, oder bei der zuständigen Schöffin Nicole Heinen-Curnel, 0479 54 40 75)

Samstag, 30. Juni 2018: um 15:00 und 16:30 Uhr
Aufführungsort: Kulturzentrum Patronage – Patronagestraße 27 – 4720 Kelmis
Zielgruppe: Angehörige / Familie von dementiell erkrankten Menschen /Interessenten
Anmeldungen erbeten – maximal 25 Personen pro Vorführung. Wegen begrenzter Plätze wird bis zum 27. Juni 2018 um Anmeldung gebeten bei Freddy Renier 0485 51 84 65

Dieses Projekt wird vom Interreg V-A Programm der Euregio Maas-Rhein unterstützt; Projektpartner ist die Christliche Krankenkasse Verviers-Eupen.

 

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Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

gleich zwei Mal in diesem Sommer waren steigende Gesundheitskosten ein Thema in der belgischen Presse, ganz zu schweigen von den zahlreichen Leserbriefen, die sich aus der Berichterstattung ergeben.

Einmal ging es um eine Partei, die eigentlich das soziale Sicherungssystem unseres Landes aufspalten möchte, sich aber bemüßigt fühlte, den Krankenkassen eine Lehre im guten Umgang mit öffentlichen Mitteln zu erteilen. Das andere Thema war die Anhebung des Gesundheitsindexes, der die Krankenhausversicherungen verteuert.

Nichts von dem, was wir lesen, ist frei erfunden. Das Gleiche gilt für Lesermeinungen. Allen Darstellungen ist aber anzumerken, dass sowohl Politiker als auch Journalisten und letztlich sogar das Publikum nur eine einzige Erklärung dafür haben, dass unser Sozialsystem aus dem Ruder gerät: die Krankenkassen.

Dabei arbeitet keine öffentliche Einrichtung so wirtschaftlich wie die Krankenkassen. Das ist keine Selbstbeweihräucherung, sondern erwiesene Tatsache. Private Versicherungsgesellschaften haben viel mehr Nebenkosten im Verhältnis zu ihren tatsächlichen Leistungen, als die Krankenkassen. Diese Kosten werden auf die Prämien abgewälzt. Und seit wann kommt eine Versicherung selbst dafür auf, wenn sie versehentlich Leistungen gewährt, die dem Versicherten eigentlich nicht zustehen?

Wenn die Prämien für die Krankenhausversicherungen steigen, hat das vor allem damit zu tun, dass die Versicherungen immer mehr beansprucht werden. Für viele ist das Einzelzimmer kein Luxus mehr, sondern wird als Standard betrachtet. Nur zu dumm, dass unser System es den Leistungserbringern in diesem Fall erlaubt, hohe außertarifliche Zuzahlungen zu fordern. Die Zuzahlungen für die Unterkunft wären spielend zu bewältigen, aber hier geht es um die Kosten für die Behandlung, die im Einzelzimmer keineswegs besser ist, sondern einfach nur teurer.

Eine Lösung auf freiwilliger Basis ist aber nur möglich, wenn auch die Ärzte bereit sind, das Problem zu erkennen. Andernfalls ist eine gesetzliche Abschaffung oder zumindest Deckelung der übertariflichen Arzthonorare der einzige Weg. Die Christliche Krankenkasse konnte sich mit ihrer langjährigen Forderung zumindest im Mehrbett- und im Zweibettzimmer durchsetzen. Das hilft aber alles nichts, wenn allein die Wahl eines Einzelzimmers jeden Vertrag mit den Krankenkassen außer Kraft setzt.

Ihre Präsidentin
Madeleine Grosch

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