ONLINE-MAGAZIN DER CHRISTLICHEN KRANKENKASSE VERVIERS-EUPEN
Aktuelles
Mehr Infos
Downloads
Artikel als PDF
Download PDF Druckoptimierte Version
SERVICE

Vorbeugung soll im Bereich der zahnärztlichen Versorgung ganz groß geschrieben werden. Vor diesem Hintergrund sehen die im Zeitraum 2015-2016 getroffenen Vereinbarungen zwischen Zahnärzten und Krankenkassen seit dem 1. Januar 2016 die Einrichtung eines „Verlaufs der zahnärztlichen Versorgung“ vor. Diese Maßnahme hat Auswirkungen auf die Kostenerstattung der Zahnarzt-Leistungen.
Prävention und Zahnpflege
Seit dem 1. Januar 2016 werden Ihre zahnärztlichen Leistungen unterschiedlich erstattet, je nachdem, ob Sie für eine Zahnarztleistung aus dem Vorjahr eine Kostenerstattung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten oder nicht.

Konkret bedeutet dies, dass eine verminderte Kostenerstattung für bestimmte Leistungen wie Kariesbehandlung oder Zahnziehen vorgesehen ist, wenn Sie im Vorjahr keine Kostenerstattung im Rahmen der gesetzlichen Krankversicherung erhalten haben. Der zu Ihren Lasten bleibende Betrag (auch Eigenbehalt) kann in diesem Fall wesentlich höher (etwa 15 Prozent) sein.

Ausgenommen von dieser Regelung sind Konsultationen, Vorsorgeuntersuchungen, Kieferorthopädie und paradontologische Leistungen.

Diese Regelung ist nicht ganz neu, denn sie bestand bereits für die Kostenerstattung von Zahnsteinentfernen: der Eigenbehalt ist höher, wenn Sie im Vorjahr keine Zahnarztleistung erstattet bekamen.

Wer ist von dieser Regelung betroffen?
Jede versicherte Person ab dem 18. Lebenjahr ist von dieser Regelung betroffen.

Setzen Sie in jedem Fall auf Vorbeugung

  • Gehen Sie mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt, egal wie alt Sie sind.
  • Im Verlauf der jährlichen Munduntersuchung prüft der Zahnarzt die Gesundheit Ihrer Zähne und des Zahnfleisches. Zudem stellt er sicher, dass Ihre Zähne kariesfrei sind.
  • Der Zahnarzt überwacht auch die Entwicklung von Zahnstein und kann bei Bedarf eine Zahnsteinentfernung vorschlagen.
  • Die jährliche Konsultation gibt dem Zahnarzt auch Gelegenheit, Ihnen Ratschläge zur Vorbeugung zu geben, beispielsweise über das Zahnbürsten bzw über eine geeignete Zahnbürste oder Zahnpasta, oder über den Tabakkonsum.

Wenn Sie also in diesem Jahr noch nicht beim Zahnarzt waren, sollten Sie heute noch einen Termin bei ihm nehmen!

Weitere Informationen
Finden Sie sämtliche Tipps und Informationen zur Zahngesundheit in jedem Alter auf diesen Seiten.

Teilen

Edito

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

„Frau-Sein“ ist kein sorgenfreier Job in unserer Gesellschaft und wir müssen feststellen, dass die Lage sich in den letzten Jahren nicht wirklich verbessert hat. Aber während auf der einen Seite noch viele Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen bestehen, vermehren sich auf der anderen Seite die Initiativen zur Anprangerung dieser Ungleichheiten.

Die Christliche Krankenkasse möchte an diesen Veränderungen mitwirken. Der Zugang zum öffentlichen Raum, der allen offenstehen sollte, wird heute immer noch nicht als gleichberechtigt empfunden. In einer 2017 von der Frauenliga (Vie Féminine) durchgeführten Umfrage erklären 98 Prozent der befragten jungen Frauen, dass sie in der Öffentlichkeit Opfer sexistischen Verhaltens geworden sind. Unsichtbare Grenzen niederzureißen ist eine Aufgabe, die uns alle betrifft. Abgesehen von der Problematik der sexuellen Belästigung gibt es aber auch zahlreiche politische Signale, die nicht wirklich beruhigen. Die Reform der Renten (Laufbahnverlängerung), die Aufhebung der „unbegründeten“ Zeitkredite, die Sparpolitik, die mit den Eingliederungsbeihilfen verbundene Ausgrenzung, … das alles sind Entscheidungen, die zum Teil diskriminierend gegenüber Frauen sind und die ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit beeinträchtigen.

Die hier eingeschlagene Richtung muss uns als Christliche Krankenkasse beunruhigen. Und wir setzen uns auf unterschiedlichen Ebenen ein, damit der Wind sich dreht. Einerseits bei den politisch Verantwortlichen über Anfragen und Stellungnahmen, aber auch im Alltag gegenüber unseren Mitgliedern. Ab April werden wir in Brüssel, Wallonien und der Deutschsprachigen Gemeinschaft an der Seite der Frauen stehen, die am Womanrace teilnehmen. Es handelt sich um Läufe, die Wohlbefinden und Engagement vereinen. Die dabei gesammelten Gelder werden Vereinigungen zur Verfügung gestellt, die positive Aktionen zur Bekämpfung von Krebs bei Frauen durchführen.

Auf der Website www.mirgehtesgut.bei sind eine Reihe guter Tipps zu finden, die helfen sollen, ohne Überforderung das Richtige zu tun, sich ohne Schuldgefühle um sich selbst zu kümmern. Als Präsidentin der CKK kann ich stolz darauf sein, mich für ein Unternehmen einzusetzen, das intern alles unternimmt, damit alle sich wohlfühlen, das die Gleichstellung von Mann und Frau fördert, ihnen strikt das gleiche Arbeitsentgelt zahlt, ihnen gleichermaßen Zugang zu den Arbeitsstellen und verantwortungsvollen Posten gewährt. Das ist nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass 2017 in Belgien, übers Jahr gerechnet, noch ein durchschnittlicher Unterschied von 21 Prozent zum Nachteil der Frauen bestand!.

Ihre Präsidentin
Madeleine Grosch

Archiv: Online-Ausgaben

Kontakt

To use CAPTCHA, you need Really Simple CAPTCHA plugin installed.