Die Christliche Krankenkasse, ein aktiver Partner!

Kürzlich hat die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, ihren Gesundheitsbericht 2015 vorgestellt. In diesem Bericht können einige interessante Feststellungen bezüglich des Gesundheitssystems in Belgien gemacht werden.

 

Belgischer Gesundheitszustand.

Die Ausgaben pro Einwohner für das Jahr 2013 belaufen sich auf 3900 €. Hiervon werden 2900 € durch öffentliche Mittel finanziert. Der Rest, also 1000 €, werden durch private Mittel finanziert. Im selben Jahr waren 99% der Belgier bei der öffentlichen Krankheits- und Invalidenversicherung angeschlossen. Zusätzlich haben sich 81,3% bei ihrer Krankenkasse zusatzversichert. Die Deckung der medizinischen Ausgaben durch eine solidarische Finanzierung befindet sich in Belgien auf einem sehr hohen Niveau. Dies spiegelt sich auch in der Wahrnehmung des Gesundheitszustandes der Belgier wieder : 74% beschreiben ihren Gesundheitszustand als gut bis sehr gut. 17% beschrieben ihn als Mittel und 9% nehmen ihren Gesundheitszustand als schlecht wahr. Belgien befindet sich im oberen Drittel über dem OECD-Durchschnitt.

Wir haben in Belgien ein stabiles, starkes und zugängliches Gesundheitssystem. Die Krankenkassen haben in den letzten Jahrzenten dazu beigetragen, dass sich dieses Gesundheits-system immer weiter entwickelt und die Herausforderungen des demographischen Wandels, der technischen Entwicklungen im medizinischen Bereich und der neuen Krankheitsbilder angeht. Hierbei steht das Mitglied, ob krank oder gesund, immer im Fokus.

Entwicklungen durch die 6. Staatsreform.

Im Zuge der Entwicklungen des belgischen Staates, macht die Föderalisierung nicht vor dem Gesundheitsbereich halt. Die sechste Staatsreform hat dies gezeigt: immer mehr Zuständigkeiten, auch aus dem Gesundheitsbereich, werden an die Gemeinschaften übertragen.

In den letzten Monaten nimmt die sechste Staatsreform nimmt immer mehr Form an und die DG erhält mehr Zuständigkeiten in verschiedenen Bereichen, welche das alltägliche Leben ihrer Bevölkerung betreffen. Somit erhält sie zwar auch mehr Entscheidungsgewalt über die Gestaltung dieser Zuständigkeiten, aber auch mehr Eigenverantwortung in diesen Bereichen und für ihre Bevölkerung.

Die CKK ist der Ansicht, dass alle Akteure im Gesundheitswesen, in Zukunft mehr Verantwortung tragen müssen. Als aktiver Akteur des Gesundheitswesens, sind wir, die CKK,  bereit, uns dieser Verantwortung zu stellen. Wir möchten sicherstellen, dass auch in Zukunft der Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsleistungen und Präventionsangeboten in der DG gesichert bleibt und den sozialen und technischen Entwicklungen Rechnung trägt.

Die Staatsreform darf nicht zur Folge haben, dass die Solidarität in unserer Gemeinschaft verschwindet. Mit der Föderalisierung Belgiens verkleinert sich die Anzahl derer, die die Solidarität tragen. Deswegen ist es umso wichtiger die Zivilgesellschaft – somit den Bürger und Nutznießer- mit in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

Die CKK fordert deswegen eine angemessene Vertretung, mit Stimmrecht, innerhalb der Entscheidungsgremien, welche die DG-Regierung neu zu schaffen beabsichtigt.

Hierdurch kann auch weiterhin ein solidarisches System gewährleistet werden, das den Bedürfnissen der Bevölkerung am besten entspricht, ohne die Erwartungen der Akteure in den betreffenden Bereichen zu übergehen.

Die CKK fordert auch zukünftig als Mitverwalter und Partner bei der Umsetzung und Ausübung der Kompetenzen im Gesundheits- und Seniorenbereich beteiligt zu bleiben.

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