„Trauen Sie sich!”

Eine ehrenamtliche Tätigkeit bei der Christlichen Krankenkasse kann viele Formen annehmen. In der vorherigen Ausgabe der ‚Miteinander‘ sind wir ausführlich darauf eingegangen. Infos zum Thema Ehrenamt finden Sie auf unserer Website ckk-mc.be/ehrenamt.

Im Vorfeld der CKK-Wahlen im März 2022 und des Kandidatenaufrufs in diesem Heft (siehe Beitrag links) stellen wir kurz 5 Personen vor, die sich in den vergangenen Jahren als Ehrenamtliche intensiv in den Entscheidungsgremien der CKK engagiert haben. Wie diese aktuellen Mandatarinnen und Mandatare haben Sie bis zum 30. November 2021 die Möglichkeit, für die Wahlen zur CKK-Generalversammlung zu kandidieren.

Lesen Sie, was Pierre, Anne-Catherine, Cécile, Madeleine und Vincent Ihnen dazu zu sagen haben.

Pierre

69 Jahre, Soignies
Ehrenamtlicher Mandatar bei der MC-CKK
seit 29 Jahren

„Ich war früher Lehrer, immer in Kontakt mit jungen und nicht mehr ganz so jungen Menschen. Dann lernte ich neue Menschen kennen, außergewöhnliche Menschen, die auf lokaler Ebene mit sehr geringen Mitteln die Krankenkasse bekannt machten und den Mitgliedern die enorme Vielfalt ihrer Leis­tungen aufzeigten.

Krankenkasse lebt sich nicht allein, nicht ich-bezogen, sondern mit den anderen, für die anderen. Dieser Aspekt der ‚Begegnung‘ ist äußerst interessant, und das gilt für alle Gremien, für alle Aktivitäten.

Eines der wichtigsten Gremien ist die Generalversammlung. Die Wahl der Mitglieder zu der neuen Generalversammlung findet im März 2022 statt, und bis zum 30. November 2021 kann jedes CKK-Mitglied seine Kandidatur dafür einreichen.

Im Jahr finden in der Regel zwei Generalversammlungen statt. Auf der einen denken wir über bestimmte Themen nach, z.B. ‚Welche Vorteile und Leistungen wollen wir als Christliche Krankenkasse anbieten?‘, und wir diskutieren über konkrete Vorschläge. Und auf der zweiten fassen wir die Beschlüsse. Dort werden auch die Jahresabschlüsse und Haushaltspläne verabschiedet.”

Anne-Catherine

48 Jahre, Laeken
Ehrenamtliche Mandatarin bei der MC-CKK
seit 3 Jahren

„Ich habe mich vor drei Jahren engagiert, weil ich schon seit einigen Jahren in Organisationen tätig war, die sich für den Schutz und die Verbesserung der Lebensbedingungen in der Gesellschaft einsetzen, aber noch nicht im sozialmedizinischen Bereich.
Was mir meine verschiedenen Mandate bei der MC-CKK bringen, sei es im Verwaltungsrat, in der Generalversammlung oder bei Treffen auf lokaler Ebene, ist sicherlich das Gefühl, an einem Projekt mitwirken zu können, das über den Einzelnen hinausgeht und im weitesten Sinne auf die Gesellschaft ausgerichtet ist.

Eine Generalversammlung bei der Christlichen Krankenkasse ist in der Regel ein sehr geselliger Anlass. Sie bezieht sich auf Themen und Fragen, zu denen wir Stellung beziehen sollen.

Mein Engagement für die Christliche Krankenkasse bringt mir viel persönliche Befriedigung in dem Sinne, dass ich an vielen gesellschaftlichen Projekten teilnehmen kann, die über das Alltägliche hinausgehen.

Am meisten hat mir gefallen, dass ich mit einer großen Zahl von Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Profilen und Fähigkeiten zusammenarbeiten konnte. Aus menschlicher Sicht war das sehr bereichernd.

Ein Rat? Wenn Ihnen der sozialmedizinische Bereich zusagt und Sie sich einbringen möchten, ist dies der ideale Zeitpunkt für eine Kandidatur. Trauen Sie sich ruhig!”

Cécile

45 Jahre, Ath
Ehrenamtliche Mandatarin bei der MC-CKK
seit 18 Jahren

„Ich denke, dass das Projekt der CKK-MC wichtig und unverzichtbar für diese Welt ist.

Gewählt wurde ich möglicherweise, weil ich bereits in verschiedenen Gruppen tätig war und wusste, was Engagement und Projektarbeit bedeutet.

Vielleicht aber auch, weil ich die typischen Sorgen einer Mutter weiterleiten konnte. Man geht ja auch wirklich von den eigenen Sorgen und Anliegen aus und schaut, wie man handeln und eine Facette der Krankenkasse einbringen kann.

Am meisten Freude hat es mir gemacht, die Anliegen der Menschen, die ich getroffen habe, weiterzugeben: ältere, kranke, behinderte, junge Menschen, Familien mit Kindern, betreute Jugendliche, Palliativpatienten usw. Und Entscheidungen treffen zu können, die sinnvoll sind und der Bevölkerung dienen.

Das macht Spaß, und man lernt viele Leute mit unterschiedlichen Hintergründen kennen, und es gibt für jeden einen Platz. Einfach mit anpacken! Jeder kann einen Beitrag leisten.

Toll daran ist, dass unsere Stimme als Ehrenamtliche gehört wird und wir einen Beitrag leisten können, unabhängig von unserer Stellung in der Gesellschaft oder unserem Beruf.”

Madeleine

62 Jahre, Kelmis
Ehrenamtliche Mandatarin bei der CKK-MC
seit 17 Jahren

„Die strategische Ausrichtung der Christlichen Krankenkasse mitzugestalten, war mir ein besonderes Anliegen.

Das Engagement bei der Christlichen Krankenkasse bringt mir in meinem persönlichen Alltag sehr viel. Das Ehrenamt wurde mir irgendwie in die Wiege gelegt. Für mich war es selbstverständlich, mich eines Tages zu engagieren, und das vorzugsweise in einem Sozialbereich.

Auf jeden Fall kann ich versprechen, dass die Mitglieder der Christlichen Krankenkasse in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in dieser neuen Struktur der CKK-MC berücksichtigt werden.
Wir in der Christlichen Krankenkasse, französischsprachig und deutschsprachig, sind ja zwei Gemeinschaften, zwei verschiedene Kulturen. Als Deutschsprachige sind wir die kleinste Gemeinschaft darin. Aber dennoch habe ich von meinen Kollegen immer Respekt erfahren. Wir haben immer auf Augenhöhe diskutiert.

Es ist auf jeden Fall sehr bereichernd. Neben Sachkenntnis, die man mit den Jahren dann wirklich erlangt, sollte man auf jeden Fall soziale Komponenten mitbringen.

Die Kandidatinnen und Kandidaten sollten Interesse mitbringen, aber sich auch etwas zutrauen. Ich bin sicher, dass es unter den vielen Mitgliedern unserer CKK zahlreiche talentierte Menschen gibt, die sich das aber nicht zutrauen. Aber genau diese Talente brauchen wir in der Christlichen Krankenkasse. Trauen Sie sich etwas zu! Sie werden begleitet, Sie sind nicht alleine.”

Vincent

34 Jahre, Aywaille
Ehrenamtlicher Mandatar bei der MC-CKK
seit 6 Jahren

„Meine Motivation, mich bei der MC-CKK zu engagieren, war der Wunsch, viel über Gesundheit, Gesundheitspolitik und die Rolle der Krankenkasse in diesem Zusammenhang zu lernen. Durch die konkrete Arbeit in den Gremien wollte ich aber auch etwas bewegen.

Ich denke, dass ich meine Dynamik und meine frischen Ideen zu Gesundheitsfragen einbringe, die junge Menschen in meinem Alter bewegen.

Ich habe viel über Gesundheitspolitik gelernt, konnte mich aber auch in einem Bereich nützlich machen, der mir besonders am Herzen liegt. Mittlerweile sind mir auch die Zusammenhänge klarer, wie Entscheidungen innerhalb der Krankenkasse und sogar auf höherer Ebene getroffen werden.

Ein paar Tage vor dem ersten Covid-19-Lockdown trafen wir uns in meiner lokalen Krankenkasse, und ich glaube, wir konnten uns damals nicht vorstellen, dass uns der Himmel auf den Kopf fallen würde. Es war ein bisschen wie ein Augenzwinkern, dass unser Treffen, das für lange Zeit das letzte in Präsenz sein sollte, dem Thema Gesundheit gewidmet war.

Am besten hat mir bei meiner Arbeit in der Krankenkasse gefallen, dass ich Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund kennengelernt habe. Die Krankenkasse ist auch ein Ort der Begegnung, des Austauschs und des Teilens, wie eine Familie. Ein Ratschlag, den ich geben würde? Wenn der Wunsch, sich zu engagieren, besteht, dann tun Sie es, zögern Sie nicht! Erst wenn man etwas tut, merkt man, ob es einem gefällt oder nicht, also los!”

Fotos: © PLbarroo / Zeichnungen: © Aster

Teilen